+
Im Landratsamt stellten die Verantwortlichen den neuen Ausbildungskompass vor. 

Ausbildungskompass

Die Richtung stimmt

Die Erstausgabe des Ausbildungskompasses des Landkreises im vergangenen Jahr erfreute sich großer Nachfrage seitens der Betriebe und Schüler. Nun wurde der Nachfolger vorgestellt.

Landkreis Es ist noch gar nicht lange her, da glich die Lehrstellensuche einer Schnitzeljagd. Nur selten passten Arbeitgeber und interessierter Schüler auf Anhieb zusammen. Auch wenn es heuer dafür keine Garantien gibt, zeigt doch der Ausbildungskompass, den der Landkreis in Zusammenarbeit mit seinen Nachbarn 2017 ins Leben gerufen hat, in die richtige Richtung. Die flächendeckende Verteilung der Printausgabe an alle relevanten Schulen und Betriebe im Landkreis hat dazu geführt, dass die Initiative sehr gut wahrgenommen wurde. Die Erstausgabe ist bereits seit April vergriffen.

Bei der Vorstellung des Nachfolgers im Landratsamt nahmen neben der Landrätin Andrea Jochner-Weiß und der Regionalmanagerin Judith Dangel auch zahlreiche Wirtschaftsvertreter aus der Region teil. Neben der IHK, zeigten auch die Kreishandwerkerschaft Oberland, die Bremicker Verkehrstechnik GmbH, das Autohaus Hornung und die Haustechnik Oberland reges Interesse an dem Projekt.

Bei der Gelegenheit wurde seitens der Wirtschaft auf den akuten Fachkräftemangel in der Region aufmerksam gemacht. Aufgrund voller Auftragsbücher ist die Besetzung der vakanten Ausbildungsplätze das zentrale Thema in den Betrieben. Positiv wurde vermerkt, dass die Anzahl der Bewerbungen seit Einführung des Ausbildungskompasses angestiegen ist.

„Für die Schüler ist es nun einfacher, sich über einen Ausbildungsberuf umfassend zu informieren, ohne dabei lange Recherchen durchführen zu müssen. Dazu kommt, dass sie sofort die verfügbaren Lehrstellen aufgezeigt bekommen“, sagte Judith Dangel. So berichtet die Regionalmanagerin von einem Jurastudenten, der nach Abbruch des Studiums einen Ausbildungsplatz über die Plattform fand. „Generell ist es wichtig, dass sowohl die Mittelschulen, als auch die Gymnasien die Berufsausbildung als sinnvolle Alternative zum Studium im Rahmen der Berufsorientierung mehr und mehr anbieten“, so Dangel weiter.

Unterstützt wird sie dabei von der Industrie- und Handelskammer, der Kreishandwerkerschaft Oberland sowie der Agentur für Arbeit.

Info

Die Broschüre gibt es in allen Kommunen im Landkreis, im Landratsamt, der Agentur für Arbeit, der IHK und der Kreishandwerkerschaft Oberland sowie Online unter www.mein-ausbildungskompass.de.

Stefan Ackermann

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

RVO fürchtet um seine Zukunft 
Der Landkreis will dem MVV-Tarifverbund beitreten. Beim Regionalverkehr Oberbayern wird dies kritisch gesehen. Der RVO ist mit seinen Bussen der Platzhirsch beim ÖPNV. …
RVO fürchtet um seine Zukunft 
Bürgermeisterwahl in Peißenberg: FW küren Wurzinger zum Kandidaten
Als „politische Mitte“ Peißenberg nach den Kommunalwahlen 2020 „aktiv erneuern“ und „Bürgernähe“ demonstrieren – das will die Ortsgruppe der Freien Wähler mit Walter …
Bürgermeisterwahl in Peißenberg: FW küren Wurzinger zum Kandidaten
97 Prozent für Martin Höck als Raistinger Bürgermeisterkandidat
Der amtierende Bürgermeister von Raisting Martin Höck erklärte sich in der Aufstellungsversammlung der „Neutralen Bürgerinnen- und Bürger-Liste“ (NBBL) bereit, wieder zu …
97 Prozent für Martin Höck als Raistinger Bürgermeisterkandidat
Die ganz große Auswahl: Acht Bewerber wollen Landrat im Kreis Weilheim-Schongau werden
Das Kandidatenfeld für die Landratswahl für den Landkreis Weilheim-Schongau im März 2020 wächst und wächst. Bislang haben sieben Männer und die Amtsinhaberin den Hut in …
Die ganz große Auswahl: Acht Bewerber wollen Landrat im Kreis Weilheim-Schongau werden

Kommentare