Max Nagl ist die Nummer eins: Der KTM-Fahrer (vo., Mi.) mit Protagonisten des „Haas Racing Teams“, für das er in Tschechien die Meisterschaft fuhr.
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Max Nagl ist die Nummer eins: Der KTM-Fahrer (vo., Mi.) mit Protagonisten des „Haas Racing Teams“, für das er in Tschechien die Meisterschaft fuhr.

Motocross: Weilheimer gewinnt Rennserie in Tschechien

Max Nagls Freude über Titel nicht ungetrübt

Die Rennserie in Tschechien hat Max Nagl gewonnen. Damit findet die Saison für den Weilheimer jedoch ihr unfreiwilliges Ende.

Weilheim/Opatov – Die Meisterschaft „ist eingetütet“, stellte Max Nagl in seinem „Instagram“-Post zufrieden fest. Der Motocross-Profi aus Weilheim hat, wie von ihm geplant, vorzeitig den Gesamtsieg in der internationalen tschechischen Meisterschaft perfekt gemacht. Eigentlich wollte der 33-jährige KTM-Fahrer danach die letzte Veranstaltung der Serie sausen lassen und sich beim zur gleichen Zeit stattfindenden ADAC-MX-Masters-Rennen in Tensfeld (3-/4. Oktober) den deutschen Fans präsentieren. Doch der Plan ist wohl hinfällig.

Motocross: Bei Nagl zwickt‘s im Knie und an der Schulter

Denn Nagl wird, wie er verkündete, die Saison abschließen und sich in ärztliche Behandlung geben. Das Knie und die Schulter müssen wieder in Schuss gebracht werden. Die Rekonvaleszenz werde rund zwei Monate dauern, so der Motocross-Profi. Im Anschluss daran „ist genügend Zeit, mich für 2021 vorzubereiten“. In seiner Laufbahn hat er es schon mit zahlreichen Verletzungen zu tun gehabt. Mit dem Saisonverlauf und dem Gewinn der tschechischen Meisterschaft „bin ich wirklich glücklich“, so Nagl.

Beim vorletzten Rennen der Serie in Opatov (rund 170 Kilometer östlich von Prag) dominierte der ehemalige Vizeweltmeister und WM-Dritte einmal mehr das Geschehen. Das, was Nagl den Fans und der Konkurrenz gezeigt habe, sei „eine Demonstration“ gewesen, so der tschechische Motocrossverband auf seiner Homepage. In der MX1-Klasse holte er mit dem Maximum von 50 Punkten den Tagessieg. Der größte Verfolger von Nagl in der Gesamtwertung, der Tscheche Vaclav Kovar, musste sich in Opatov mit 33 Punkten und dem dritten Platz in der Tageswertung zufrieden geben. Somit kann der Deutsche, der in Tschechien fürs „Haas Racing Team“ antrat, im letzten Rennen am 4. Oktober in Petrovice nicht mehr von der Spitzenposition verdrängt werden, denn der Abstand zwischen beiden Fahrern beträgt 59 Punkte.

Motocross: Nagl zweimal beim Start am schnellsten

Im Qualifying-Rennen belegte Nagl den zweiten Platz hinter dem Tschechen Martin Krc. Der Lokalmatador war in seiner schnellsten Runde auf dem 1650-Meter-Kurs nur 41 Zehntelsekunden schneller. In den Wertungsläufen demonstrierte der Deutsche dann jeweils schon am Start seine Klasse. Zweimal holte er sich den „Holeshot“, bog also als Erster in die erste Kurve ein. In der Folge führte er das Feld an. Im ersten Lauf ging der Titelfavorit mit gut zehn Sekunden Vorsprung auf Krc durchs Ziel. Im zweiten Wertungslauf hatte Nagl ebenfalls alles unter Kontrolle, auch wenn er einmal kurz zu Boden ging. Bei der Zieldurchfahrt betrug der Abstand zum Zweiten, Filip Neugebauer, sieben Sekunden. In der Tageswertung gewann der Weilheimer (50) vor den punktgleichen Neugebauer und Krc; beide hatten 42 Zähler gesammelt.

Insgesamt hat Nagl in der tschechischen Meisterschaft eine beeindruckende Vorstellung geboten. Von bis dato elf Wertungsläufen bei sechs Veranstaltungen gewann er acht. Bei drei Rennen fuhr er als Zweiter über die Ziellinie. In Kaplice, der zweiten Station, war der Litauer Arminas Jasikonis zweimal besser. Dabei machten Nagl auch Probleme mit der Kupplung zu schaffen. Der Husqvarna--Pilot liegt derzeit in der WM-Gesamtwertung der MXGP-Klasse auf dem sechsten Platz. In Loket (deutsch: Elbogen) wurde der Deutsche im zweiten Wertungslauf erst von einem zurückspringenden Startgatter und dann von einem Sturz so gebremst, dass es „nur“ zum Silberrang reichte.

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