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Neue Berufsschule in Weilheim

Bei 50 Millionen Euro ist Schluss

Weilheim - Für die neue  Berufsschule in Weilheim hat der Kreistag eine Kostenobergrenze beschlossen. Bei 50 Millionen Euro ist Schluss.

 Das größte Projekt des Landkreises in den kommenden Jahren ist der Bau der Berufsschule in Weilheim: Sie soll 50 Millionen Euro kosten – und nicht mehr. Für eine genaue Obergrenze hat sich der Kreistag bei seiner jüngsten Sitzung in Weilheim ausgesprochen.

Florian Steinbach, der zuständige Mitarbeiter für die Liegenschaften des Landkreises, war nicht glücklich mit der Entscheidung, die Obergrenze zum jetzigen Zeitpunkt festzulegen: „Wir haben über Vieles noch gar nicht gesprochen“, so Steinbach, der damit Planungsdetails meinte. Im Kreistag stieß er damit auf wenig Gegenliebe, der beharrte auf der Obergrenze: 46 Millionen Euro, dazu eine Baukostensteigerung bis 2020 um vier Millionen Euro, insgesamt also 50 Millionen Euro. Hinzu kommen noch knapp drei Millionen Euro für das Grundstück am Narbonner Ring. Zweifel hegte Steinbach, ob es für 46 Millionen Euro zum Beispiel eine innovative Stromversorgung geben werde.

„Die Obergrenze ist ganz wichtig, sonst bräuchten wir auch keinen Controller“, so Kreisrat Peter Ostenrieder (Birkland, CSU) über ein eigens engagiertes Büro, das die Kostenentwicklung des Groß-Projekts im Auge behalten soll. Allerdings mahnte Kreisrat Wolfgang Taffertshofer (BfL, Obersöchering), die Obergrenze dürfe nicht zu Lasten der Nachhaltigkeit gehen.

Einig waren sich Verwaltung und Kreistag, dass nicht nur die reinen Baukosten zu berücksichtigen seien, sondern auch die Lebenszykluskosten eines Gebäudes: Die Ausgaben für Unterhalt und Betrieb des Gebäudes im Laufe von rund vier Jahrzehnten machen nämlich rund 80 Prozent der Gesamtkosten aus, nur 20 Prozent entfallen auf den Bau.

Um die Ausgaben in Grenzen zu halten, wurden die Gesamtfläche der gewerblich-technische Berufsschule um rund 1300 auf rund 10 000 Quadratmeter verkleinert (wir berichteten), auf eine spätere Aufstockung auf die als Spange errichteten Gebäude wurde bei den Planungen ebenfalls verzichtet. Die Werkstätten wurden von 200 auf 190 Quadratmeter verkleinert. Ob es eine Tiefgarage geben wird, ist noch offen. Die Nebenflächen sollen so klein wie möglich gehalten werden.

Kreisrat Hans Geisenberger (Sachsenried, Unabhängige/ÖDP) regte ein „Frühwarnsystem“ an, bei dem die Fraktionsvorsitzenden bei gravierenden Kostenüberschreitungen informiert werden. Dieser Vorschlag wurde angenommen. Werden bei einem einzelnen Gewerk die veranschlagten Kosten um mehr als 250 000 Euro überschritten, werden die Fraktionsvorsitzenden informiert. Entscheidungen mit einer Tragweite von über einer Million Euro werden auch im Kreistag behandelt, die darunter in den Ausschüssen.

Der Kreistag hat sich noch ein weiteres Instrument zur Einhaltung der Kosten an die Hand gegeben: eine Art Bauausschuss, in dem neben Landkreis-Verwaltung, Architekten, Controllern auch Vertreter des Kreistages sitzen. Und diese Zusammenarbeit funktioniert laut Kreisrat und Mitglied Peter Erhard (Böbing, CSU) prächtig: „Das ist etwas Einmaliges, wir fühlen uns überhaupt nicht als Klotz am Bein!“

Der Zeitplan sieht vor, dass im Oktober 2017 die Genehmigung vorliegt, im Januar 2018 sollen die Bauarbeiten beginnen. Die ersten Berufsschüler sollen dann im September 2020 unterrichtet werden.

Johannes Thoma

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