Sieht fertig aus, ist es aber noch: Die Kita „Sonnenäcker“in der Hardtkapellenstraße.
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Sieht fertig aus, ist es aber noch: Die Kita „Sonnenäcker“in der Hardtkapellenstraße.

Weil Materialien fehlen

Neue Kita „Sonnenäcker“ eröffnet verspätet

Die neue Kindertagesstätte „Sonnenäcker“ des Trägers „FortSchritt“ wird nicht wie ursprünglich geplant nach den Sommerferien ihren Betrieb aufnehmen. Probleme bei der Materialbeschaffung haben die Fertigstellung des Neubaus verzögert. Geplant ist nun ein Einzug im November nach den Herbstferien.

Weilheim – Anders als ursprünglich geplant, kann das Kinderhaus „Am Sonnenfeld“nach den Sommerferien nicht in die neue Kindertagesstätte „Sonnenäcker“ in der Hardtkapellenstraße umziehen.

Wie Weilheims stellvertretender Stadtbaumeister Michael Schleich auf Nachfrage mitteilte, könne das neue Kinderhaus frühestens nach den diesjährigen Herbstferien eröffnet werden. Der Grund hierfür seien Bauverzögerungen, die durch verspätet gelieferte Baumaterialien zustande kamen. So konnten insbesondere die für den Innenbau benötigten Holz- und Stahlmengen nur mit Zeitverzögerung beschafft werden.

Im Innenbereich müssen insbesondere noch sicherheitsrelevante Elemente, wie zum Beispiel Brandschutztüren, fertiggestellt werden. Die Außenarbeiten sind hingegen bereits großteilig abgeschlossen. Lediglich kleinere Arbeiten an der Fassade sowie die Errichtung eines Parkplatzes seien noch durchzuführen.

Künftig zwei Kindergarten- und zwei Krippengruppen

Nicht nur der verspätete Bauabschluss machte dem Stadtbauamt einen Strich durch seine Rechnungen, auch die Baukosten schnellten durch die Verzögerung von 5,6 auf etwa 6,1 Millionen Euro in die Höhe.

Betrieben wird das Kinderhaus „Am Sonnenfeld“ von „FortSchritt“. Der Träger wird auch die neue Einrichtung „Sonnenäcker“ unterhalten. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Kinderhaus mit gleicher Persona- und Gruppengröße in die neuen Räumlichkeiten in der Hardtkapellenstraße umziehen, wodurch künftig insgesamt zwei Kindergarten- und zwei Krippengruppen in der neuen Einrichtung beheimatet sein werden.

Bei der umziehenden Kindertagesstätte zeigt man sich aufgrund der Verspätung entspannt, da es durch den Umzug weder für die Kinder noch für das Personal zu großen Veränderungen kommen wird. „Klar können wir in dem neuen Haus auch neue konzeptionelle Reize setzen. Für den Arbeitsalltag ergeben sich dadurch aber keine großen Unterschiede“, sagt Einrichtungsleitung Tina Ruhe.

Bewerbungsverfahren wurde vereinfacht

Seit 2017 ist das Kinderhaus von „FortSchritt“ in provisorischen Containern in der Andreas-Schmidtner-Strasse untergebracht. Nach dem Auszug aus der Übergangseinrichtung sollen diese so schnell wie möglich abgebaut werden.

Insgesamt habe sich die Kitaplatz-Situation in Weilheim in den vergangenen Jahren verbessert, teilt der Leiter des Weilheimer Kinder- und Jugendbüros Johannes Lehnert auf Nachfrage mit. Aktuell würden in Weilheim erfreulicherweise nur sehr wenige Eltern auf einen Platz in einer Kindertagesstätte warten. Johannes Lehnert führt die Verkleinerung der Warteliste neben der Aufstockung von Betreuungsplätzen auch auf die in diesen Jahr in Betrieb gegangene digitale Plattform „kitaplatz.weilheim.de“ zurück. Das Bewerbungsverfahren um einen Platz in einer Kindertagesstätte sei durch das neue Format erheblich vereinfacht worden. Die suchenden Eltern hätten nun einen deutlich besseren Überblick über die Angebotssituation in Weilheim und könnten sich deutlich schneller bewerben.

Tobias Merk

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