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Der Leiter der Notaufnahme, Thomas Schäfer (4.v.r.), erklärt bei der offiziellen Vorstellung die Geräte im Schockraum.

Umbau ist beendet

Neue Notaufnahme im Krankenhaus Weilheim

Das Weilheimer Krankenhaus hat eine neu gestaltete Notaufnahme. Sie bietet auf 400 Quadratmetern Platz für acht Patienten.

Weilheim „Ich hoffe, dass nicht allzu viele Bürger in die Notaufnahme gehen müssen“, sagte Andrea Jochner-Weiß bei der Vorstellung der neu gestalteten Räume der Notaufnahme im Weilheimer Krankenhaus. Trotzdem sei die Investition in die Notaufnahme sinnvoll, so die Landrätin, wenn jemand sie brauche, wisse er warum. Dort, wo vor dem Umbau die Operationssäle waren, finden jetzt bis zu acht Personen gleichzeitig Hilfe bei Notfällen.

Laut ärztlichem Direktor Professor Andreas Knez sind die Räume so ausgelegt, dass auch der Datenschutz besser gewahrt werden könne. Es gibt acht abgeschlossene Räume für die Behandlung, die vom Wartebereich getrennt sind. Wichtiger sei noch, dass die Primärversorgung – auch in verschiedenen medizinischen Bereichen – hier erfolgen könne. Denn häufig sei die Erstversorgung zeitkritisch.

Finanziell lohne sich eine Notaufnahme für die Krankenhaus GmbH nicht, so deren Geschäftsführer Thomas Lippmann. Er verglich die Einrichtung mit der Feuerwehr. Ein Feuerwehrauto würde eine Kommune bereithalten, um es zu haben, wenn es brennt. Niemand würde auf die Feuerwehr verzichten, weil ihre Ausrüstung Geld koste, auch wenn es mal weniger oft brenne.

Die Notaufnahme umfasst eine Gesamtfläche von rund 400 Quadratmetern und befindet sich im nordöstlichen Gebäudeteil des Hauses. Laut Lippmann hat deren Modernisierung 3,2 Millionen Euro gekostet. Der Umbau der Notaufnahme, die seit 2007 besteht, sei ursprünglich gar nicht geplant gewesen, so Lippmann. Da die räumlichen Voraussetzungen in der bisherigen Notaufnahme aber nicht optimal gewesen seien, habe man sich kurzfristig für die Umnutzung der alten OP-Säle entschieden. Diese sind frei geworden, nachdem neue OP-Säle in einem anderen Gebäudetrakt eingerichtet worden sind (wir berichteten).

Im Betrieb einer Notaufnahme in einem Krankenhaus sieht Lippmann eine Leistung für die Bürger, die natürlich auch Geld koste. Neben dem Umbau der Räume und deren Ausstattung müsse auch Personal vorgehalten werden, um die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr zu ermöglichen. Lippmann sieht es als gute Entscheidung des Kreistags, hier zu investieren. Die Tatsache, dass über 10 000 Patienten pro Jahr in die Notaufnahme ins Weilheimer Krankenhaus kämen, belege deren Notwendigkeit.

Alfred Schubert

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