Neue Projekte und Vorreiter bei Müllentsorgung

Lob von allen Seiten für die EVA

„Der Landkreis ist bayernweit Vorreiter bei der Müllentsorgung.“ Nicht nur Kreisrat Hans Schütz (Grüne, Peiting) lobte bei der Sitzung des Kreistages in Weilheim die landkreiseigene EVA GmbH.

Weilheim/Landkreis – Der frühere Fondsmanager und Kreisrat Klaus Breil (FDP, Bernried) würdigte das nachhaltige Wirtschaften der EVA und ihres Geschäftsführers Fritz Raab, der das „Ohr am Markt“ habe, und dadurch günstige Erlöse für die verschiedenen Wertstoffe erziele und den Gebührenzahler damit entlaste. Wie berichtet wurden in den vergangenen beiden Jahrzehnten die Müllgebühren neunmal in Folge gesenkt.

Raab erstattete dem Gremium seinen jährlichen Bericht, in dem er auch auf die Erfolge bei der Müllvermeidung einging: Vor rund einem Vierteljahrhundert, als die landkreiseigene Erbschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungsgesellschaft (EVA) ihren Betrieb aufnahm, wurde ein Kilo von zehn Kilo Abfall wiederverwertet, heute sei es fast umgekehrt. Gleichzeitung ist das Gesamtmüllaufkommen seit 1990 wegen des Einwohnerzuwachses um rund zehn Prozent auf knapp 69 000 Tonnen gestiegen. Jeder der rund 130 000 Landkreisbürger produziert rund 500 Kilogramm Müll pro Jahr, das ist weniger als vor 25 Jahren. Der Betrieb der Deponie in Erbenschwang sei mindestens bis 2030 gesichert, so Raab.

Der Geschäftsführer berichtete auch von den Geschäftszahlen 2016: einer Bilanzsumme von 18,5 Millionen Euro, einem Gewinn von 168  000 Euro dank gestiegener Verkaufserlöse bei Metall und Kartonagen sowie einer Rückstellung für die Deponie von 1,0 Millionen Euro (insgesamt jetzt 4,8 Millionen). Die sei sehr hoch, das liege an den niedrigen Zinsen so Raab. Dank neuer Metallabscheider würden im Abfall- und Entsorgungszentrum (AEZ) in Erbenschwang noch mehr Metalle aus dem Restmüll herausgefiltert, unter anderem Aluminium. Zudem hat die EVA, die zu 100 Prozent dem Landkreis gehört, einen erfolgreichen Antrag auf Förderung bei der „Deutschen Bundesstiftung Umwelt“ gestellt. Si erhielt 200 5000 Euro für einen Versuch; sie probiert ein neues Verfahren zur Presswasservergärung beim Restmüll aus. Ein weiterer Antrag beim Bundesumweltministerium ist gestellt, Eine Entscheidung, ob es es auch von dort Zuschüsse gibt, fällt noch in diesem Jahr, hofft Raab. Die Methode zur Presswasservergärung sei „eine spannende Geschichte“, so Raab.

2018 soll dann der Recyclinghof in Penzberg „optimiert werden“.

Johannes Thoma

Rubriklistenbild: © dpa

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