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Zogen die Strippen, als der erste Container von einem 500-Tonnen-Autokran angeliefert wurde: Landrätin Andrea Jochner-Weiß mit Thomas Lippmann (l.) und Norbert Merk. 

Schwertransporter bringen es:

Das neue Bettenhaus kommt mit Blaulicht

Das Weilheimer Krankenhaus wächst: Seit Donnerstag  werden dort 34 Container  für zwei Stationen angeliefert

Weilheim Die Container  werden ab 1. Oktober gut eineinhalb Jahre lang vorübergehend als Bettenhaus dienen und Platz für zwei Stationen bieten, in denen 48 Patienten Platz finden. Das zweistöckige neue Bettenhaus wird auf den Stelzen platziert, die in den vergangenen Wochen im Wirtschaftshof des Krankenhauses direkt an der Bundesstraße 2 hochgezogen wurden. Mit Hilfe dieses Interimsbaus, der alles in allem laut Krankenhaus-Geschäftsführer Thomas Lippmann mit rund 6,5 Millionen Euro zu Buche schlägt, können die bei laufendem Betrieb erfolgenden Umbau- und Sanierungsarbeiten um rund ein Jahr früher beendet werden, da der zu sanierende alte Bettenbau vorzeitig geräumt werden kann.

Laut Architekt Walter Koch von ABK – Architekturbüro Koch GmbH aus Münch

en, beginnen die Arbeiten dort im Oktober, sobald die Patienten im Interimsbau untergebracht sind. Lippmann ging bei einem Pressetermin gestern Vormittag davon aus, dass alle Arbeiten in der Klinik und um die Klinik bis Mitte 2019 abgeschlossen sein werden. Aktuell werden die Kosten auf 42 Millionen Euro geschätzt, rund die Hälfte davon sind über Staatsmittel abgedeckt, so Kreiskämmerer Norbert Merk.

Lippmann denkt derweil schon über 2019 hinaus. Das Weilheimer Krankenhaus, das 2019 rund 220 Betten haben wird, soll auf rund 300 Betten aufgestockt werden, sagte er. Kleinere Krankenhäuser hätten kaum Überlebenschancen. Dazu müsse auch das medizinische Angebot ausgebaut werden, als Beispiel nannte er eine stationäre Psychiatrie.

Doch das alles war am Donnerstag  Zukunftsmusik.An diesem Tag  standen die polnischen, rund 30 Meter langen Schwertransporter im Mittelpunkt des Interesses am Krankenhaus. Sie brachten, abgesichert durch eine mit Blaulicht bewehrte Eskorte aus Streifenwagen und Polizei-Motorrädern, die ersten der in Thüringen gefertigten bis zu 5,30 Meter breiten und 20 Tonnen schweren Module über die A 95, die B 472 und die B 2 nach Weilheim. 250 000 Euro kostet laut Architekt Koch der Transport. Er wird sich noch bis nächste Woche hinziehen, denn er ist aufgrund verschiedenster Vorschriften sehr aufwändig.  gre

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