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Das moderne neue Dach ist das sichtbarste Zeichen für den Umbau des Bahnsteigs zwischen den Gleisen 2 und 3. Rechts ist eines der alten Bahnsteigdächer zu sehen. 

Die erste Barriere ist weg

Bahnhof Weilheim: Bauarbeiten im Zeitplan

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Weilheim - Seit gestern ist einer der neuen Bahnsteige am Weilheimer Bahnhof in Betrieb. Bis Mitte 2017 soll der barrierefreie Umbau über die Bühne sein. Bisher läuft alles nach Plan.

Umsteigen an Gleis 7: Die Zeiten, in jenen die Pendler am Weilheimer Bahnhof auf den Behelfsbahnsteig dort ausweichen mussten, sind vorbei. Das Provisorium, auf dem es oft reichlich eng zuging und das auch kein Dach hatte, hat seine Schuldigkeit getan und wird laut einer Pressemitteilung der Deutschen Bahn AG wieder zurückgebaut.

Die werktäglich bis zu 9000 Pendler können wieder die Gleise 1 bis 5 benutzen, zumindest vorübergehend. Seit dem gestrigen Dienstag steuern die Züge auch den ersten erhöhten Bahnsteig, den zwischen den Gleisen 2 und 3, an. Bahnkunden können dort nun ein- und aussteigen, ohne lästige Höhenunterschiede überwinden zu müssen.

„1. Bauabschnitt vollendet“, meldet die Bahn stolz. Binnen drei Monaten Bauzeit sei ein vollständig neuer und 280 Meter langer Bahnsteig mit einem neuen Dach und neuer Ausstattung entstanden, heißt es. Bis Mitte 2017 soll der gesamte barrierefreie Umbau des Weilheimer Bahnhofs über die Bühne sein. Die Gesamtkosten für das Vorhaben sind auf rund 11,5 Millionen Euro veranschlagt.

„Der barrierefreie Umbau schreitet planmäßig voran“, zieht die Bahn eine erste Zwischenbilanz der Arbeiten. Die begannen nach jahrelangem Hickhack im Mai dieses Jahres mit einem offiziellen Spatenstich und unterliegen, wie Bayerns Bahnchef Klaus- Dieter Josel damals sagte, einem „ehrgeizigen Zeitplan“. Als nächster Schritt steht der Umbau des Bahnsteigs an Gleis 4 und 5 auf dem Programm. Im September sollen die Arbeiten dort beginnen, dazu wird an Gleis 4 ein Behelfsbahnsteig angelegt. Im kommenden Jahr soll der Hausbahnsteig an Gleis 1 in Angriff genommen werden. Zum Schluss erfolgt dann der Einbau der Aufzüge zu den Bahnsteigen.

Während an den Bahnsteigen gerade Baupause ist, rattern die Hämmer in der Unterführung. Dort wird der Boden abgesenkt, mit einem neuen Entwässerungssystem ausgerüstet und einem neuen Belag ausgestattet. Zudem wird eine moderne Beleuchtung installiert.

„Die Fahrgäste können die Unterführung aber während der gesamten Bauzeit wie gewohnt nutzen“, heißt es seitens des Bahn-Sprechers. Grund: Die Unterführung wird immer nur halbseitig gesperrt sein.

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