Blick in den Hochbehälter auf dem Gögerl: Bis zu 4000 Kubikmeter Trinkwasser – das entspricht etwa einer Tagesration für Weilheim – werden dort gespeichert und in das Versorgungsnetz verteilt. Foto: gie (archiv)
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Blick in den Hochbehälter auf dem Gögerl: Bis zu 4000 Kubikmeter Trinkwasser – das entspricht etwa einer Tagesration für Weilheim – werden dort gespeichert und in das Versorgungsnetz verteilt.

Stadtwerke Weilheim

Sicher ist sicher: Neuer Brunnen fürs Trinkwasser gesucht

  • Magnus Reitinger
    vonMagnus Reitinger
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Rund 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser werden in Weilheim jährlich verbraucht – Trinkwasser, das aus zwei Tiefbrunnen im Weilheimer Osten stammt. Die Versorgung ist auch für die Zukunft gesichert, beteuern die Stadtwerke. Und doch hätte man gern einen zusätzlichen Brunnen.

Weilheim – Die Suche nach einem weiteren Brunnen-Standort läuft schon seit einigen Jahren. Zunächst hat das beauftragte Geologiebüro den Westen der Kreisstadt zwischen Peißenberg und Tankenrain durchforstet – allerdings ohne Erfolg: Der Untergrund ist dort schwierig, die Ergiebigkeit gering, auch das Thema „Hochwasser“ wäre problematisch. Deshalb wird jetzt im Osten Weilheims gesucht, zwischen Hardt und Eberfing, etwa auf Höhe des Haarsees.

Im Osten der Stadt – jedoch nicht ganz so weit östlich, nämlich auf Höhe Deutenhausen sowie an der Gemeindegrenze zu Polling – befinden sich auch die beiden bestehenden Tiefbrunnen, die Weilheim zuverlässig bestes Trinkwasser liefern. Das werden sie auch weiterhin tun, versichert Stadtwerke-Chef Peter Müller: Für die nächsten 20, 25 Jahre gebe es gewiss keine Probleme mit der Versorgung. Die behördlich genehmigte Fördermenge sei doppelt so hoch wie der aktuelle Verbrauch. Und doch hätte man gern „ein weiteres Standbein“, so Müller – zumal die beiden jetzigen Brunnen aus dem gleichen Grundwasserstrom schöpfen. Würde dort „im größeren Stil etwas passieren, wären beide betroffen“, erklärt der Stadtwerke-Vorstand.

Wasserleitungsnetz ist rund 200 Kilometer lang

Für Notfälle stehen neben den beiden Tiefbrunnen übrigens noch drei Flachbrunnen in Weilheim zur Verfügung. Deren Wasser müsste vor Gebrauch allerdings behandelt werden, erläutert Müller auf Tagblatt-Anfrage. Zumindest in den vergangenen zehn Jahren, die Müller als Stadtwerke-Chef überblickt, seien diese Flachbrunnen nicht benötigt worden.

Der Wasserverbrauch beläuft sich in Weilheim auf rund 1,5 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Neben dem eigenen Stadtgebiet inclusive Tankenrain, Unterhausen, Deutenhausen und Marnbach wird auch der Pollinger Ortsteil Oderding von Weilheim aus mit Trinkwasser versorgt. Das Wasser aus den beiden Tiefbrunnen wird in den zentralen Hochbehälter auf dem Gögerl (Speichervolumen: 4000 Kubikmeter) gefördert und von dort ins Versorgungsnetz verteilt. Der Ortsteil Marnbach wird über ein Druckerhöhungspumpwerk und einen eigenen Hochbehälter mit Trinkwasser versorgt. Und noch eine imposante Zahl: Weilheims Wasserleitungsnetz beträgt insgesamt gut 200 Kilometer.

Für den gesamten Bereich der Trinkwasserversorgung haben die Stadtwerke vor einigen Jahren übrigens eine Untersuchung zur Energieeffizienz und -einsparung durchführen lassen. Die aufgezeigten Sparpotenziale, vor allem bei der Brunnentechnik, wurden Müller zufolge mittlerweile größtenteils umgesetzt. Der dafür nötige Strombedarf konnte dadurch um etwa 18 Prozent gesenkt werden.

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