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„Willkommen im Team“: Chefarzt Dr. Andreas Knez (2.v.r.) schüttelt dem neuen Chefarzt für Gefäßchirurgie, Dr. Peter Baumann, die Hand. Links Geschäftsführer Thomas Lippmann und rechts Georg Leis vom Landratsamt. 

Krankenhaus Weilheim

Ein neuer Chefarzt für die Gefäßchirurgie

Weilheim – Nicht nur  wegen des Umbaus sind Veränderungen  beim Krankenhaus Weilheim sichtbar, auch hinter der Fassade.  Thomas Lippmann, Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH,  stellte den neuen Chefarzt für Gefäß- und Endovaskularchirurgie vor: Dr. Peter Baumann.

Der 45-Jährige ist verheiratet, hat eine Tochter und ist seit mehr als 18 Jahren in der Chirurgie tätig. Studiert hat er an der LMU in München, aufgewachsen ist er in einfachen Verhältnissen auf dem Land bei Ingolstadt, wie er sagte. Seit 2009 arbeitete er im Benedictus-Krankenhaus in Tutzing, wo er als leitender Oberarzt wesentlich am Aufbau der Abteilung für Gefäßchirurgie beteiligt war, die bekannt sei für ihre gute Qualität, sagte Lippmann. Dennoch habe Baumann in letzter Zeit immer wieder nach Weilheim geäugt, wie er erzählte, da er von der Umstrukturierung gehört habe. Lippmann sei auf ihn zugekommen, und schnell war klar: „das passt“.

Baumann soll zum ersten August in Weilheim anfangen. „Im Krankenhaus Weilheim sind zwar bereits Basisstrukturen in der Gefäßchirurgie vorhanden, der Feinschliff fehlt aber noch“, sagte er. Auch das Krankenhaus Schongau soll weiterhin Anlaufpunkt für die Gefäßchirurgie sein, der Schwerpunkt wird sich wegen modernster diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten aber auf Weilheim konzentrieren.

Baumann sprach auch davon, die Zahl der Amputationen reduzieren zu wollen: „Skalpell und Operationen rücken in den Hintergrund. In früheren Zeiten war es noch üblich, ein zwei Beine pro Woche zu amputieren.“ Davon wolle er sich aber gezielt entfernen. „Lieber ein Zeh weniger als ein ganzer Fuß“. Alternativ wolle er beispielsweise mit einem Katheter die Gefäße der Patienten behandeln. Unter anderem nannte er „Durchblutungsstörungen“, die „Bauchschlagader“ und den „diabetischen Fuß“ als Schlagworte für die Schwerpunkte der Abteilung, aber auch Krampfadern gehörten dazu, denn diese seien eine Art Volkskrankheit, so der Arzt.

Baumanns Einstellung gefällt auch Chefarzt Dr. Andreas Knez. „Auf dem Gebiet der Gefäßchirurgie hat sich viel getan in den letzten Jahren, aber viele Patienten wissen leider gar nicht, dass sie eine Krankheit in diesem Zusammenhang haben“, sagte er. „Da muss auch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit noch einiges getan werden.“ Denn jemand mit einem Bein, das vital bedroht sei, sei mit einer höheren Sterblichkeit gefährdet als ein Patient mit Tumor. Baumann kündigte an, mit dem „Know How“ des jeweils anderen für das Wohl des Patienten zu arbeiten – ohne als Chefärzte zu konkurrieren.

Geschäftsführer Lippmann sprach auch von weiteren personellen Veränderungen, die anstünden und betonte, dass sowohl die Politik als auch die Krankenkasse dem Wachstumskurs des Unternehmens ihre Unterstützung zugesagt hätten. Auch zusätzliche Betten seien in Aussicht gestellt worden: Zu den derzeit 160 in der Klinik Weilheim sollen demnächst bis zu zehn Betten hinzukommen. Diese würden dringend benötigt, nicht zuletzt, weil die Krankenhaus GmbH laut Lippmann in diesem Jahr 1000 Patienten mehr versorgen wird als im vergangenen.

Georg Leis vom Landratsamt drückte sein Wohlwollen gegenüber dem Neuzugang Baumann aus: „Es ist ein Riesengewinn, dass wir für unsere Region einen bekannten Spezialisten gewinnen konnten. Solche Personalentscheidungen bringen die GmbH voran“, so Leis.

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