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Die Weilheimer Berufsschule an der Kerschensteinerstraße.

Ab Herbst in Weilheim

Neuer Zweig für Berufsschule

Die Berufsschule in Weilheim erhält ab kommendem Schuljahr eine neue Ausbildungsrichtung: „Stanz- und Umformtechnik“. Das Angebot gilt zunächst vorübergehend.

Weilheim – Obwohl die Berufsschule aus allen Nähten platzt, erließ die Regierung von Oberbayern eine sogenannte Gastschulanordnung, wonach ab September sieben bis zehn Lehrlinge in Weilheim in dem neuen Berufsbild „Stanz- und Umformtechnik“ unterrichtet werden sollen, das einer verkürzten Ausbildung im Bereich „Metallbau“ entspricht. Darüber informierte Schulleiter Dr. Burkhard Küster den Landkreis, der Träger der Berufsschule ist. Bereits jetzt wird eine Handvoll Schüler aus der Umgebung quasi inoffiziell in Weilheim unterrichtet.

Ziel ist es, das neue Angebot an der Schule zu etablieren, dann wäre Weilheim der größte Standort im Bereich „Stanz- und Umformtechnik“ im Freistaat. Dafür müssten allerdings die Planungen für die neue Berufsschule angepasst werden, hieß es bei der Sitzung. Zusätzliche Räume seien nicht nötig.

Bei der gemeinsamen Sitzung von Kreis- und Schulausschuss erfuhren die Kreisräte, dass ungefähr die Hälfte der Schüler, die dann zusätzlich in Weilheim unterrichtet werden, aus dem Landkreis kommt. Da die Auszubildenden jeweils blockweise für drei Wochen unterrichtet werden, müssten für die Auswärtigen Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden. Das sei jedoch schwierig in Weilheim und Umgebung. Es gebe aber bereits – „erste, durchaus erfolgversprechende“ – Gespräche mit einem Träger, der in der Nähe der Berufsschule ein Wohnheim errichten oder mieten will, so Norbert Merk. Näheres könne man dazu noch nicht sagen.

Für Schulleiter Burkhard Küster bedeutet die Erweiterung eine „Auszeichnung für die Schule“. Allerdings werde es eng an der alten Berufsschule, aber ein geordneter Unterricht sei möglich. An der neuen Schule am Narbonner Ring werde dann hoffentlich etwas mehr Platz sein.

Johannes Thoma

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