+
Zufriedene Gesichter im Ärztehaus: Josef Geiger (l.) von der gleichnamigen Baufirma und Investorunternehmen hob die Bedeutung des Objekts für Weilheim hervor, was Bürgermeister Markus Loth (vorn l.) nur unterstreichen konnte.

Neues Ärztehaus in Weilheim

Perfekter Gesundheitsservice: Mehr als 20 Ärzte unter einem Dach

  • schließen

Es war am Anfang eine schwere Geburt gewesen, entsprechend zufrieden und erleichtert waren die Beteiligten nun: Am Freitag wurde das neue Weilheimer Ärztehaus an der Ecke Alpenstraße/Johann-Baur-Straße eingeweiht.

Weilheim Mit der Errichtung des 15 Millionen Euro teuren Komplexes gegenüber dem Krankenhaus durch die Oberstdorfer Unternehmensgruppe Geiger wurde eine langjährige Baulücke in zentraler Lage geschlossen. Und ein wesentlicher Mosaikstein in der medizinischen Versorgung in der Kreisstadt geschaffen, wie es unisono bei den Verantwortlichen hieß.

Die kurze Bauzeit von 20 Monaten wurden allenthalben gelobt. Doch bis die Bagger anrücken konnten, brauchte es Geduld. Josef Geiger, Gesellschafter der Geiger-Bauherren sprach davon, dass es „nicht ganz einfach“ gewesen sei. Ein erster Entwurf der Planungsgemeinschaft „Ärztehaus“ hatte im November 2013 im Rathaus vorgelegen, war jedoch im Bauausschuss „als zu massiv“ durchgefallen, wie Bürgermeister Markus Loth erinnerte. Den folgenden Architektenwettbewerb gewann das Weilheimer Büro von Annette Rill und Florian Lechner. Als privater Investor wurde die Allgäuer Unternehmerfamilie Geiger gefunden, im Mai 2016 begannen die Arbeiten. Ende 2017 zogen die ersten Mieter ein. Rathauschef Loth würdigte das Geschaffene als eine „optische Einheit“. Die Angleichung des Baustils an das benachbarte Stadtarchiv, sogar mit der ziegelroten Farbgebung, „wertet das ganze Ensemble auf“, betonte Loth.

Alles da - von Neurologie bis zum Zahnarzt

Auf dem Grundstück entstanden zudem 103 Stellplätze – 29 überirdisch, der Rest in zwei Tiefgaragen. Doch nicht nur äußerlich sorgte das Ärztehaus bei der Feier für zufriedene Gesichter. Auf rund 3000 Quadratmetern Fläche findet sich im Inneren eine breite Palette an medizinischer Versorgung. Mehr als 20 Ärzte in fünf Praxen haben sich niedergelassen. Das Angebot reicht vom orthopädischen Fachzentrum OFZ über Neurologie, Kardiologie, Zahnmedizin, Allgemeinmedizin bis zur Orthopädietechnik. Erst in der vergangenen Woche wurde noch ein Betreiber für eine Physiotherapie gewonnen, so Bauherr Josef Geiger. Mitte des Jahres zieht ein ambulantes OP-Zentrum ein, teilte der Unternehmer mit. Drei Einheiten seien noch offen. Geiger rechnet damit, dass diese in Kürze vermietet werden. Bei der Interessentenauswahl wolle man auf Qualität und Kontinuität achten. „Wir wollen langfristig am Standort bleiben“, so der Investor.

Für die Ärzteschaft sprach Dr. Klaus Bachfischer vom OFZ von einem „extrem ausgewogenen Miteinander“ im Haus. Die Einrichtung sorge für eine „schnelle, fachübergreifende und kompetente Medizin für Weilheim“. 

Tag der offenen Tür

im Ärztehaus ist am Samstag, 21. April, von 10 bis 16 Uhr. Es gibt Praxisführungen, Vorführungen, Sehtests und Vorträge.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Kita St. Hedwig: Ausbau im Herbst fertig
Im April 2018 hatte die Gemeinde Böbing dem Orden der Hedwig-Schwestern den Kindergarten abgekauft. Kostenpunkt: 600 000 Euro. Jetzt wird für weitere 350 000 bis 400 000 …
Kita St. Hedwig: Ausbau im Herbst fertig
Langes Warten am Bahnübergang
Geduld mitbringen müssen Autofahrer derzeit an zwei Bahnübergängen zwischen Penzberg und Seeshaupt. Hier werden die Schranken derzeit per Hand geöffnet und geschlossen. …
Langes Warten am Bahnübergang
„Fun-Arena“ auf 1600 Quadratmetern
Peißenberg bekommt einen Indoor-Freizeitpark – in der ehemaligen Verkaufs- und Lagerhalle von „Daller-Tracht“ an der Max-Planck-Straße. Der Bauausschuss segnete den …
„Fun-Arena“ auf 1600 Quadratmetern
Wird aus einstiger Kult-Kneipe ein Stadthotel?
Neue Pläne für die ehemaligen „Bader-Stuben“ in der Hofstraße: Aus dem seit Jahren leer stehenden Gebäude soll ein kleines Stadthotel werden. Der Bauausschuss des …
Wird aus einstiger Kult-Kneipe ein Stadthotel?

Kommentare