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Überdimensionaler Schlüssel und Blumenstrauß: Letzteren erhielt Elisabeth Wiedemann-Scherr für ihre Schenkung – (v.l.) Architekt Christoph Roppelt, Bürgermeister Markus Loth und Bürgerheims-Leiter Rainer Schlosser sagten „Danke“. 

Neues Angebot im Bürgerheim

Ein „Heim der Sicherheit“ für Senioren

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Mit einer Feier wurde am Dienstag das neue seniorengerechte Wohnen des Weilheimer Bürgerheims an der Münchener Straße 21 eingeweiht. Einrichtungsleiter Rainer Schlosser, Bürgermeister Markus Loth und Architekt Christoph Roppelt strahlten dazu um die Wette.

Weilheim – Immerhin 1,5 Millionen Euro investiert die Stadt laut Rathauschef in das Vorhaben. Im November 2015 hatte der Bauausschuss den Umbau des einstigen Bürgerhauses, das sich Spenglermeister Basilius Wiedemann 1904/1905 für 18 400 Mark errichten ließ, einstimmig seinen Segen erteilt. Nach 16 Monaten Umbauzeit bietet die ehemalige Villa, die Mitte der 1960er Jahre grundlegend saniert worden war, Platz für zehn Wohnungen. Alle seniorengerecht und dank Fahrstuhl barrierefrei. Die insgesamt 420 Quadratmeter Wohnfläche verteilen sich auf sechs Zweizimmer- und eine Dreizimmer-Wohnung sowie drei kleinere Appartements – je nach Größe zwischen 33 und 76 Quadratmetern.

Doch es ging um mehr als nur nackte Zahlen. Das war aus den Ansprachen herauszuhören. Der Bürgermeister würdigte das neue Angebot als Möglichkeit, sich „im Alter gut zurechtzufinden“. Architekt Christoph Roppelt hob hervor, dass der Umbau für das Gebäude „annähernd Neubauzustand bedeutet“. Diakon Ralf Nesslauer, der mit dem evangelischen Pfarrer Eberhard Hadem das Anwesen segnete, bezeichnete die Räume als „Heim der Sicherheit“ für Senioren: „Sie sind nicht allein gelassen.“ Bürgerheim-Leiter Schlosser schwärmte von „einem wunderschönen Objekt“ in zentraler Lage Weilheims. Dass diese kein Problem sein muss, dafür sorgt die bewusste Ausrichtung der meisten Wohneinheiten nach Westen hin – weg von der Straße, „in den ruhigen Bereich“, wie Planer Roppelt erklärte.

Mit dem Neubau erweitert das Bürgerheim sein seniorengerechtes Wohnen auf 44 Wohnungen. Bislang gab es den Neubau an der Münchener Straße 2a mit 28 Einheiten und ein benachbartes Haus mit sechs Wohnungen. Vor allem betreut das Bürgerheim mit seinen 125 Mitarbeitern derzeit 196 Bewohner im vollstationären Bereich. Probleme, die zehn neuen Wohnungen zu belegen, hatte der Einrichtungsleiter nicht. Kein Wunder, bei rund 300 Interessenten auf der Warteliste für alle drei Wohnbereiche. „Der Bedarf ist da“, sagt denn auch Schlosser. Der Stadtrat hatte die Monatsmiete auf 11,30 Euro pro Quadratmeter festgelegt, dazu kommen Nebenkosten und eine Betreuungspauschale. Die erste Wohnung wurde am 1. Juli bezogen, am heutigen Mittwoch erfolgt der zweite Einzug. Die restlichen Wohnungen werden am 1. September bezogen. Bis dahin sollen auch die noch ausstehenden Arbeiten erledigt sein. Am Eingang fehlt der Hublift, der laut Schlosser in diesem Monat geliefert wird. Ebenfalls im August seien Außenanlage und Jalousien an der Reihe.

Eine Weilheimerin wurde bei der Eröffnung besonders gewürdigt: Elisabeth Wiedemann-Scherr. Sie hatte das Haus 2015 dem Bürgerheim geschenkt. Dafür gab es einen Dank von Rathauschef Loth für die „großzügige Überlassung dieses Gebäudes“ und einen Blumenstrauß. In der Weihnachtssitzung des Stadtrats 2015 war Elisabeth Wiedemann-Scherr der Ludwig-Pütrich-Preis für großherzige Zuwendungen an die Kommune verliehen worden.

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