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Die neue Hörspiel-CD des Kasperltheaters von Richard Oehmann (l.) und Josef Parzefall  bringt  Kinder und Erwachsene gleichermaßen zum Lachen.  

Neues Hörspiel  von  „Doctor Döblingers geschmackvollem Kasperltheater“

Und Gerhard Polt ist auch dabei

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Die 14. CD  von  „Doctor Döblingers geschmackvollem Kasperltheater“ wurde vom Umweltministerium unterstützt. Und sogar Gerhard Polt tritt darin als Orakel auf.

Weilheim/München – „Bayerisches Umweltministerium“ und „Kasperltheater“, diese beiden Begriffe gehören zusammen. Nein, nicht was Sie jetzt wieder denken! Oder vielleicht doch...? Aber darum geht es an dieser Stelle jedenfalls nicht. Hier ist von echtem, durchaus ehrenwertem Kasperltheater die Rede: von „Doctor Döblingers geschmackvollem Kasperltheater“, das der Weilheimer Richard Oehmann und der Straubinger Josef Parzefall vor 20 Jahren in München gegründet haben und das von den Zeitungen seither – anders als das Bayerische Umweltministerium – mit Lob überschüttet wird. „Das Beste seit Pumuckl“, befand der Münchner Merkur schon vor Jahren. Und die Süddeutsche Zeitung adelte das Duo neulich als „das beste bayerische Kabarett seit Fredl Fesl und Gerhard Polt“.

Die Bezeichnung „Kabarett“ geht natürlich an der Sache vorbei – und trifft sie doch recht gut: Zwar sind die Hörspiel-CDs der „Döblingers“ erklärtermaßen „bairische Kasperl-Komödien für Kinder“, aber sie werden von deren Eltern, Onkels, Tanten, Großmüttern und Großvätern mindestens genauso gern gehört – weil sie nebenbei voller Anspielungen und Absurditäten stecken, über die nur Erwachsene lachen.

Nun ist, rechtzeitig vor Weihnachten, die 14. CD der ambulanten Puppenbühne erschienen. Und hier kommt das Bayerische Umweltministerium ins Spiel: „Kasperl und der Wachtelkönig“ – so heißt das Werk – ist tatsächlich mit Unterstützung dieses Ministeriums sowie des Landschaftspflegeverbands Kelheim entstanden, im Rahmen der Artenschutzkampagne „Bayerns UrEinwohner“. Denn den Wachtelkönig, dessen Gekrächze in dem Stück eine Hauptrolle spielt, „gibt es wirklich“, so lernt man auf einem beiliegenden Faltblatt: Doch der bis zu 30 Zentimeter große Vogel, den kaum ein Mensch je sieht, weil er sich meist im hohen Gras in der Nähe von Flüssen und Bächen versteckt, ist eine bedrohte Art. Er bräuchte dringend Schutzzonen in Feuchtwiesen und Niedermooren.

So steckt also ein pädagogischer Impetus im neuesten „Döblinger“-Hörspiel. Doch der nimmt keineswegs den Spaß rund um die fiktive „Weltkleinstadt“ Hinterwieselharing, deren Stadtplan auch ein bisschen von Weilheim inspiriert ist: Neben dem Wohnblock „Paradeis“ an der „Randgruppenstraße“ ists da der legendäre „Koppelhuber“ verzeichnet. Der in Hinterwieselharing als „freischaffender Hanswurst“ lebende Kasperl (neben fünf weiteren Figuren von Oehmann gesprochen) ist der gemütlich-freundliche Anarchist wie eh und je. Er treibt sich mit dem Seppl (neben drei weiteren Figuren von Parzefall gesprochen) am liebsten im „Versteckstipark“ herum, wo die beiden Freunde diesmal allerdings empfindlich gestört werden – nicht nur vom „Crex-Crex“ des Wachtelkönigs...

Zum absurden Personal des Hörspiels gehören diesmal gleich vier dämliche Könige, dazu der herrlich schmierige Personalcoach „Wänzrödl“ und der verrückte Geräuschekundler „Dr. Wuzler“, gesprochen vom Kabarettisten Max Uthoff. Noch prominenter ist das Orakel besetzt, das in seinem Spezi-Delirium im „Café D’Elphi“ alljährlich eine Weissagung für Hinterwieselharing absetzt: Gerhard Polt ist hier am Werk. Die Musik und die Lieder zu alldem hat Christoph Well komponiert und auf einem Dutzend Instrumenten selbst eingespielt. Tatsächlich: „Döblinger“ ist längst Teil des bayerischen Komikerhimmels. Man darf gespannt sein, wie viel Kasperl im Singspiel auf dem Nockherberg steckt, wenn Richard Oehmann dort kommenden Februar erstmals als Haupt-Autor wirkt.

Das Hörspiel

„Kasperl und der Wachtelkönig“ ist als Doppel-CD erschienen bei „RecStar“. Erhältlich ist es im Fachhandel sowie unter www.dr-doeblingers-kasperltheater.de.

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