Neues Konzept des Verein für Standortförderung 

Ganz Weilheim wird ein Kaufhaus

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13 Jahre nach seiner Gründung startet der Verein für Standortförderung mit einem  veränderten Konzept. Er will künftig gezielt Projekte unterstützen.

Weilheim – Der Verein für Standortförderung Weilheim hat tief Luft geholt – und startet neu durch. Der im Jahr 2004 von Geschäftsleuten verschiedenster Couleur gegründete Zusammenschluss orientiert sich jetzt anders, wie sein Vorsitzender Florian Lipp bei der gut besuchten Mitgliederversammlung beim „Biomichl“ sagte. Der Verein mit seinen rund 100 Mitgliedern werde künftig gezielt Projekte unterstützen, die Weilheim attraktiver machen, und für den Wirtschaftsstandort werben, so Lipp. Wobei „gezielt unterstützen“ in diesem Zusammenhang durchaus als „finanziell unterstützen“ verstanden werden kann.

Die Organisation, die über viele Jahre einen eigenen Geschäftsführer hatte, der von der Stadt mitfinanziert wurde, hat sich neu aufstellen müssen, nachdem die Stadt beschlossen hatte, ein „Amt für Standortförderung, Kultur und Tourismus“ mit eigenem Personal zu installieren. Eine Zeit lang war unklar, wohin die Reise für den Verein künftig gehen soll. Zusammen mit einer Beratungsfirma wurde schließlich ein verändertes Konzept ausgearbeitet.

„Wir wollen Projekte anschieben, strategisch begleiten und Ansprechpartner sein“, umriss Lipp das neue Selbstverständnis. Da der Verein nun keinen Geschäftsführer mehr habe und die Arbeiten von der Vorstandschaft ehrenamtlich erledigt werden, „haben wir jetzt ein Budget“, sagte Lipp. „Damit können wir mehr Wumms auf die Straße bringen“. Wie Kassier Thomas Orbig sagte, liegen aktuell 55 000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen und Zuschüssen auf dem Konto.

Heuer unterstützte der Standortförderverein bereits das zweitägige „StraßenZauberFestival“ in der Innenstadt und verfolgte das Projekt „Kaufhaus Weilheim“, eine Online-Präsenz für Läden und Geschäfte. Dazu ist eine Kooperation mit der Stadt geplant, um Zuschüsse von der Städtebauförderung zu erhalten. Auch das heuer gestartete Unternehmerfrühstück in Kooperation mit dem städtischen „Amt für Standortförderung, Kultur und Tourismus“ und den seit einigen Jahren in Kooperation mit dem Gewerbeverein verliehenen „Standort-Oskar“ zählte Lipp auf.

Für 2018 steht ein Sponsoring für das zweite „Weilheimer Lichtkunstfestival“ im Raum. Dieses wird, wie Nikolaus Eisenblätter vom Verein „Lichtkunst Weilheim“ in der Versammlung sagte, am 19. und 20. Oktober unter der Leitung von Philipp Geist stattfinden und „vielleicht größer sein als 2016“. „Diese Veranstaltung ist ein Standortfaktor“, stellte Eisenblätter fest, 2016 habe sie rund 20 000 Besucher in die Stadt gelockt. Zudem will sich der Verein des Themas „Bezahlbarer Wohnraum“ annehmen. „Das brennt uns auf den Nägeln“ sagte Lipp, „das ist standortrelevant.“

Das „Amt für Standortförderung, Kultur und Tourismus“, das noch bis 12. Januar eine Unternehmerbefragung laufen hat, plant für 2018 unter anderem einen „Tag der Betriebe“, wie seine Leiterin Jutta Liebmann sagte.

Rubriklistenbild: © dpa

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