Mit Riesenfreude begrüßten Kinder die Eröffnung der „Weilheimer DERPART-Schule“ Anfang 2020 im togoischen Dorf Kagnibara. Nächstes Projekt ist die Schulspeisung.
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Mit Riesenfreude begrüßten Kinder die Eröffnung der „Weilheimer DERPART-Schule“ Anfang 2020 im togoischen Dorf Kagnibara. Nächstes Projekt ist die Schulspeisung.

Jeder kann mithelfen

Nächstes Projekt für Weilheimer Schule in Togo: Eine Mahlzeit täglich für 300 Kinder

  • Magnus Reitinger
    vonMagnus Reitinger
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Das Projekt der Anfang 2020 eröffneten „Weilheimer Schule“ in Togo wächst: Derzeit wird ein Trinkwasserbrunnen neben der Schule in Kagnibara gebaut. Und alle Weilheimer können jetzt mithelfen, dass bald alle 300 Schüler täglich eine warme Mahlzeit bekommen.

Weilheim – Es sind einfachste, für uns Europäer kaum vorstellbare Verhältnisse, in denen sich die Hilfsprojekte abspielen, die die Weilheimer Unternehmerin Uta Orawetz vor genau drei Jahren initiiert hat. 50 000 Euro waren nötig, um in dem abgelegenen togoischen Dorf Kagnibara eine Schule samt Bänken, Tischen und Latrinen (einfachste Toiletten ohne Spülung) zu errichten. Diese „Weilheimer DERPART-Schule“, finanziert durch viele kleine Spenden vieler Weilheimer, wurde im Februar 2020 eröffnet.

300 Kinder werden dort aktuell unterrichtet – was auch bedeutet: Sie bekommen eine Lebensperspektive. Für 13 Kinder aus ärmsten Verhältnissen haben Orawetz und ihr Mitstreiter Gerd Veit zudem Pateneltern gefunden: Weilheimer, die mit 30 Euro Spende pro Monat ihrem Patenkind den Besuch der Schule in Kagnibara überhaupt erst ermöglichen.

Doch Weilheims Unterstützung für das togoische Dorf ist damit nicht abgeschlossen. Im Oktober wurde in Kooperation mit der „Togohilfe e.V.“ mit dem Bau eines Trinkwasserbrunnens an der Schule begonnen. Knapp 12 000 Euro sind dafür nötig, die Orawetz und Veit in den vergangenen Monaten bereits sammeln konnten. Das Wasser liegt in rund 80 Metern Tiefe, die Initiatoren hoffen, dass der Brunnen in zwei bis drei Monaten fertig ist.

Und auch das nächste Vorhaben soll helfen, elementarste Grundbedürfnisse zu befriedigen – mit einer täglichen Mahlzeit für die Schulkinder. Das Projekt heißt KISS, die Abkürzung für „Kinderschulspeisung“: Eine (denkbar einfache) warme Mahlzeit kostet in Togo rund 25 Cent pro Kind, wie Orawetz vorrechnet. Das heißt, mit 50 Euro kann ein togoisches Schulkind ein ganzes Jahr lang versorgt werden.

Dabei können alle mithelfen – auf dreierlei Art. Mit 50 Euro jährlich kann im Rahmen des KISS-Programmes der „Togohilfe“ eine Patenschaft für eine Schulspeisung für ein Kind übernommen werden. Verträge dafür liegen in Orawetz’ Reisebüro Simader am Weilheimer Marienplatz auf und können auf Anfrage auch zugemailt werden. Eine zweite Möglichkeit sind Direktspenden an die „Togohilfe“ (Bankverbindung siehe unten). Schließlich ist im Reisebüro ab sofort Kaffee aus Togo erhältlich: Mit dem Kauf einer 250-Gramm-Packung wird je ein Euro an die „Togohilfe“ gespendet.

Spenden

an die „Togohilfe e.V.“ sind unter dieser Bankverbindung möglich: IBAN DE 34 7005 3070 0031 0399 10 (Sparkasse Fürstenfeldbruck) – Kennwort: „Schulspeisung Weilheimer DERPART Schule“ (für Spendenquittung Adresse angeben).

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