Das Dach der Realschule Weilheim ist einsturzgefährdet und wird derzeit saniert.
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Das Dach der Realschule Weilheim ist einsturzgefährdet und wird derzeit saniert.

Einsturzgefährdetes Dach in Weilheim wird saniert

Neues Realschuldach kommt peu à peu

  • VonJennifer Battaglia
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Die Sanierungsarbeiten an der Realschule Weilheim haben begonnen, das lässt sich unschwer erkennen: Ein Teil des Schulgebäudes ist in Schutzplanen gehüllt und von einem Gerüst umgeben. Derzeit wird das einsturzgefährdete Dach erneuert.

Weilheim – „Es war erschreckend“, sagt Florian Steinbach, Leiter der kommunalen Bau- und Liegenschaftsverwaltung. Vor Monaten war bei einer Routine-Untersuchung festgestellt worden, dass der Dachstuhl im älteren Teil der Realschule akut einsturzgefährdet ist. Drei Klassenzimmer wurden daraufhin geräumt und sind bis heute gesperrt. „Ich bin aber sehr froh, dass wir diesen Zustand entdeckt haben“, fügt Steinbach an. „So konnten wir angemessen reagieren.“

Die Sanierungsarbeiten am Dach sind nun im vollen Gange. Im August konnte planmäßig mit dem Rückbau begonnen werden. „Im Inneren ist der Rückbau so gut wie abgeschlossen“, sagt Steinbach. „Im nächsten Schritt wird nun die Dachkonstruktion von außen abgebrochen.“ Dies werde stückchenweise geschehen, sodass man auch vor schlechter Wetterlage geschützt sei.

Kostenpunkt: 1,4 Millionen Euro

„Es gab zunächst die Überlegung, ein Schutzdach zu errichten“, sagt Steinbach. Ein solches Dach über dem Dach hätte jedoch um die 150 000 Euro gekostet. „Mit einer Erneuerung des Dachstuhls peu à peu entfallen diese Kosten“, erklärt der Leiter der Bau- und Liegenschaftsverwaltung. Dafür wird erst ein Stück des Daches rückgebaut, der neue Teil eingesetzt und abgedichtet, bevor es dann weiter zum nächsten Stück geht. Insgesamt sind für die Erneuerung des Dachstuhls 1,4 Millionen Euro angesetzt.

Die Rückbauarbeiten sollen bis voraussichtlich 1. Oktober andauern. „Es gab bisher nur eine leichte Verzögerung bei der Demontage der Dachelemente“ sagt der Pressesprecher des Landratsamtes, Hans Rehbehn. „Anfang Oktober ist also weiterhin ein realistisches Ziel.“ Das bestätigt auf Nachfrage auch Florian Steinbach.

Anfang Dezember als Ende der Sanierungsarbeiten geplant

Fertig sind die Arbeiten dann aber noch nicht. Danach wird die Elektrik im Dach und an der Außenfassade installiert. Zeitgleich soll im Oktober und November der Innenausbau vorangetrieben werden. Vor Anfang Dezember können die Klassenräume demzufolge nicht genutzt werden.

„Wir bemühen uns, so gut es geht den Zeitplan einzuhalten“, sagt Steinbach. „Und deshalb sind wir sehr froh darüber, trotz der aktuell schwierigen Lage im Bausektor, einen zuverlässigen Zimmerer gefunden zu haben.“ Die Firma Ambos aus der Hopferau im Ostallgäu hat die Arbeiten am Dachstuhl übernommen.

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