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Vertreter von zahlreichen Verbänden und Vereinen sowie Bürger waren zum Empfang der BfW gekommen, bei dem auch Bürgermeister Markus Lot h (Pult) und Dr. Claus Reindl (l.) sprachen. Der offizielle Teil mit Ansprachen dauerte rund eine Stunde, es musizierten die „Gögerlgeiger“.  

Neujahrsempfang  der „Bürger für Weilheim“

Für BfW zählt Weilheim, nur Du allein

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Die „Bürger für Weilheim“ legten bei ihrem Neujahrsempfang dar, warum ihr Leitmotiv „Regional denken  vor Ort handeln“ lautet.  Sie erklärten auch, wie sie es umsetzen.

Weilheim– Tillman Wahlefeld stellte es den Besuchern des Neujahrsempfangs der „Bürger für Weilheim“ (BfW) frei, wie sie den neuen Slogan „Regional denken – vor Ort handeln“ finden. Ob „Wowhhh“ oder „Gäähnn“, wie er sagte. Er jedenfalls findet, dass er „sehr gut“ zu den BfW passe. „Denn auch wenn es immer wieder vielen unserer politischen Parteien im Stadtrat nicht so sehr gefällt, ist es Fakt: Wir sind ausschließlich für unser Weilheim da und ausschließlich für und in Weilheim tätig“. Grundsatzprogramme, Leitlinien und Menschenbilder seien wichtig, „sind gesellschaftlich, relevant und notwendig“, so Wahlefeld wohl auch in Anspielung auf Äußerungen beim SPD-Neujahrsempfang. Diese Programme könnten aber auch lähmen und manche pragmatische Entscheidung verhindern, „oder zumindest komplizierter, manchmal unnötig kompliziert machen“, sagte der Vorsitzende der BfW. WfB, „Weilheimer für den Bundestag“ oder auch WfL, „Weilheimer für den Landtag“ werde es jedenfalls nicht geben.

Was in Weilheim 2017 alles geschah und was 2018 geschehen soll, darauf ging Bürgermeister Markus Loth ein, der die Geschicke der Stadt seit Einzug der BfW in das Stadtparlament im Jahr 2002 lenkt. Er sprach dabei auch zwei zur Zeit stark und emotional diskutierte Themen an: die mögliche Erweiterung der Fußgängerzone und die Schließung der Geburtshilfe.

Bereits im September 2016 habe sich der Stadtrat mit den Themen „Ratsbegehren“ und „Bürgerentscheid“ in Hinsicht auf eine Ausdehnung der Fußgängerzone auf die Lederer- und Hofstraße befasst. Es sei dann beschlossen worden, dazu ein Gutachten eines externen Ingenieurbüros einzuholen. In einem ersten Schritt sei eine Verkehrszählung in der Innenstadt erfolgt, zusätzlich seien die Hauseigentümer, Geschäftsinhaber und Anwohner der betroffenen Straßen befragt worden. „Mit endgültigen Ergebnissen dieser Aktionen ist bis Mitte 2018 zu rechen“, so Loth.

Loth erwähnte auch die seit 1. Oktober geschlossene Geburtshilfe am Krankenhaus Weilheim. „Die Geburtshilfe liegt uns schwer im Magen“, sagte er und fügte an: „Sie können versichert sein, dass alle sich bemühen, Personal zu finden, um die Geburtshilfe wieder öffnen zu können“. Die Schließung sei kein Dauerzustand. „Sie können versichert sein, dass es wieder gebürtige Weilheimer geben wird“.

BfW-Fraktionssprecher Dr. Claus Reindl, der auch Verkehrsreferent des Stadtrates ist, stellte fest, dass der starke Zuzug nach Weilheim „nicht nur ein Segen ist“, denn die Stadt müsse die Infrastruktur schaffen. Beim Wohnraum setzten die BfW darauf, „dass möglichst viel Wohnraum über eine innerörtliche Nachverdichtung“ geschaffen werde. Um den viel zitierten bezahlbaren Wohnraum schaffen zu können, beschäftige sich der Stadtrat gerade mit bestimmten Modellen wie der Sonderbodennutzung (Sobon). Bei diesem Modell sollen bei Baulandausweisung entstehende Zugewinne von Grundstücksverkäufern zugunsten des Baus bezahlbarer Wohnungen abgeschöpft werden. Einer „festgezurrten Satzung“ stehen die BfW laut Reindl aber kritisch gegenüber.

Reindl berichtete auch über ein Zwischenergebnis der Studie zur Erweiterung der Fußgängerzone, das den Stadträten vor kurzem präsentiert worden sei. Demnach würde „jegliche Veränderung ein großes Risiko darstellen“, Ein Wermutstropfen sei allerdings der relativ starke Verkehr durch die Innenstadtstraßen, „wogegen unbedingt geeignete Maßnahmen zu treffen seien“.

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