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Hießen die neuen Lehrer willkommen: Schulamtsleiterin Ingrid Hartmann-Kugelmann (vorn, rechts.), Hans Socher, Leiter der Mittelschule Peißenberg (links) und Tobias Pupeter, neuer Leiter der Hardtschule Weilheim (3. von links). 

Auch 36 Lehrer starten heute im Landkreis

Nicht nur für die Abc-Schützen ist vieles neu

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Landkreis - Wenn ein Schuljahr beginnt, stehen oft die Abc-Schützen im Mittelpunkt, doch nicht nur sie erleben einen Neuanfang. Allein an den 40 Grund- und Mittelschulen im Landkreis starten heuer 36 Lehrkräfte nach der Lehramtsprüfung in den Schuldienst. 

Auch wenn das Schuljahr erst am heutigen Dienstag startet – begrüßt wurden die 36 frischgebackenen Lehrerinnen und Lehrer schon am gestrigen Montag in der Hardtschule in Weilheim, der zweitgrößten Grundschule im Landkreis. Sie wurden dort als Beamte vereidigt. Bei diesem Termin dabei war auch eine weitere Gruppe von Neulingen: 20 Lehramtsanwärterinnen und -anwärter, die an den Grund- und Mittelschulen im Landkreis ihre fachpraktische Ausbildung beginnen.

Während die Lehramtsanwärter das Schulleben schon aus der eigenen Schulzeit kennen, müssen sich die 1236 Erstklässler (2015 waren es 1164) im Landkreis erst damit vertraut machen. 47 erste Klassen wurden nach Auskunft des staatlichen Schulamts Weilheim-Schongau neu gebildet, dazu kommen 17 Klassen, in denen die Jahrgangsstufen 1 und 2 kombiniert unterrichtet werden.

Die Zahl der jahrgangskombinierten Klassen an den staatlichen Grundschulen im Landkreis nimmt „seit Jahren stetig zu“, wie das Schulamt in einer Pressemitteilung verlautbarte. Insgesamt gibt es derzeit 23 solcher Klassen (bei insgesamt 227 Grundschulklassen). „Die jüngeren Schüler lernen von den älteren Schülern, und die älteren Schüler können sich der jüngeren Schüler annehmen“, so Schulamtsdirektorin Ingrid Hartmann-Kugelmann über die Vorteile der Kombi-Klassen. Die Josef-Zerhoch-Grundschule in Peißenberg habe sich aufgrund positiver Erfahrungen entschieden, sämtliche ersten und zweiten Klassen jahrgangskombiniert zu unterrichten.

7523 Schüler an 40 Schulen

Im neuen Schuljahr liegt die Gesamtzahl der Grund- und Mittelschüler im Landkreis bei 7523 (4935 Grundschüler, 2588 Mittelschüler). Sie besuchen 37 staatliche und drei private Schulen (zwei Montessorischulen, eine „Freie Waldorfschule“).

An den Mittelschulen arbeiten laut Schulamt vermehrt Realschul- und Gymnasiallehrkräfte, die dafür eine spezielle Qualifizierung absolvieren. „Die Schülerzahlen in der Mittelschule sind gegenüber dem letzten Schuljahr im Landkreis gestiegen“, erklärt Hartmann-Kugelmann, daher seien dort mehr Lehrkräfte nötig, Ferner gebe es Bedarf, weil Lehrer in Ruhestand oder wunschgemäß in ihre Heimatregionen versetzt wurden.

Für Schülerinnen und Schüler, die keine oder nur sehr geringe Deutschkenntnisse haben, gibt es auch im neuen Schuljahr an den Mittelschulen in Weilheim, Penzberg und Schongau jeweils eine sogenannte Übergangsklasse. Das Angebot richtet sich auch an Asylbewerber. „Der Schwerpunkt in diesen Klassen liegt auf einer möglichst frühzeitigen und intensiven Sprachförderung“, so das Schulamt. Das Ziel der Übergangsklassen sei die Integration der jungen Menschen in Regelklassen.

Regelschul- und Förderschullehrkräfte arbeiten zusammen, um an den landkreisweit fünf Grund- und Mittelschulen mit dem sogenannten Schulprofil „Inklusion“ ein „gemeinsames Lernen und Leben“ für Kinder und Jugendliche mit und ohne Förderbedarf zu ermöglichen, so das Schulamt. Zu diesen Schulen gehört neuerdings auch die Grundschule Altenstadt. Laut Hartmann-Kugelmann hat sich das Modell im Landkreis bewährt: „Dieses gemeinsame Miteinander wirkt sich positiv auf die Haltung an der Schule aus und setzt bei allen Beteiligten Kräfte frei.“ Der Schulamtsbezirk sei stolz, dass mittlerweile fünf Schulen „aufgrund ihrer herausragenden Inklusionsarbeit“ das Profil erhalten haben.

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