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Stellten die Teil-Räder vor: Erich Zimmermann (l.) und Tillman Wahlefeld.

Nicht nur Autos werden in Weilheim geteilt

Öko-mobil geht nun auch per Pedelec

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Sich ein Auto mit anderen teilen, das ist für rund 140 Weilheimer inzwischen selbstverständlich. Nun bietet der Verein „Ökomobil Pfaffenwinkel“ auch zwei Räder mit Elektromotor an – als Anreiz, ganz auf das Auto zu verzichten.

Weilheim – Sie sehen aus, wie Fahrräder eben aussehen, die beiden roten Räder, die Erich Zimmermann, Vorsitzender von „Ökomobil Pfaffenwinkel“, gestern als die neuesten Errungenschaften des Vereins für Weilheim vorstellte. Ihr Rahmen ist rot lackiert, sie verfügen über sieben Gänge, einen „Bordcomputer“ und einen bequemen, tiefen Einstieg. Darüber hinaus verfügen sie aber auch, so Tillman Wahlefeld vom Radgeschäft „zeitlosmobil“ am Weilheimer Rathausplatz, über einen 400-Wattstunden-Akku, der ihnen theoretisch eine Reichweite von 130 Kilometern ermöglicht. In einer hügeligen Region wie dem Pfaffenwinkel rechne er aber mit der Hälfte, so Wahlefeld.

Bei den Rädern handelt es sich um so genannte Pedelecs, also Elektrofahrräder, bei denen der Fahrer von einem Elektroantrieb nur dann unterstützt wird, wenn er gleichzeitig selbst die Pedale tritt. Mit Motor sind die Räder maximal 25 Stundenkilometer schnell, bei reinem Tretantrieb gibt es keine Begrenzung – weder bei der Reichweite noch beim Tempo.

In Wahlefelds Radladen sind die beiden über 2000 Euro teuren Räder stationiert, so Zimmermann. Dort werden auch die Akkus aufgeladen. Die Leihgebühr für ein Rad beträgt 15 Euro am Tag, inklusive Strom. Für das Ausleihen der Räder gelten die gleichen Bedingungen wie für das von Autos.

Neben den beiden Pedelecs verfügt der vor 17 Jahren gegründete „ÖkoMobil Pfaffenwinkel“ in Weilheim auch über ein E-Auto: einen VW e-up, der tagsüber neben der Ladesäule am Unteren Graben steht. „ÖkoMobil Pfaffenwinkel“ verfügt über 23 Fahrzeuge in mehreren Ortschaften des Landkreises und in Benediktbeuern. Insgesamt hat der Verein rund 260 Mitglieder. Zu seinen Zielen zählen die Reduzierung des motorisierten Verkehrs und die Bevorzugung von umweltverträglichen Verkehrsmitteln.

Dass der Verein nun auch zwei Pedelecs anbietet, ist für Zimmermann nur logisch. „Es gibt viele Leute, die wollen in der Stadt nicht mit einem Auto fahren“, sagte er bei der Präsentation der Räder. Manche „Carsharer“ würden sich zudem ein Auto für einige Stunden leihen, um dann lediglich fünf, sechs Kilometer damit zurückzulegen. Könnten sie ein Fahrrad leihen, würden sie darauf zurückgreifen, so Zimmermann.

Kontakt

über die Internetseite www.carsharing-pfaffenwinkel.de oder per Telefon 0160/9440981.

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