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Geschäftsführer Kami Azghandi (rechts) und Non Food Teamleiter Selenk Erkal an dem Aufbau der Feuerwerkskörper im „real“-Markt Weilheim.

Zum Jahreswechsel 

Nicht ohne meine Silvesterrakete

In der Silvesternacht lassen es die Weilheimer gern krachen - am Gögerl ebenso wie  am Narbonner Ring. Doch die Stadt warnt  vor Gefahren für die Altstadt und die Obere  Stadt. 

Weilheim – Ob Gögerl oder Narbonner Ring: Wenn die Zeiger der Uhren am morgigen Sonntagabend gen 24 Uhr rücken, dann zischen an den beliebten Raketenstartplätzen in Weilheim sicher schon die ersten Feuerwerke in den Himmel, dann schillert es über Weilheim für zehn bis 15 Minuten in allen Farben und Formen.

In Farben und Formen, wie sie Selenk Erkal im „real“-Markt in Weilheim gerade kistenweise hat. 70 Kilogramm Nettomenge Feuerwerk dürfen auf einer Verkaufsfläche stehen, sagt er. Die Lager seien gut gefüllt „und es kommt bis Samstag jeden Tag eine weitere Lieferung an Feuerwerk, so dass die Regale nie leer werden“, berichtet er. Verkauft werden neben Gerätschaften zum Bleigießen und Tischfeuerwerken hauptsächlich diverse Raketensortimente und Feuerwerk-Batterien. Die Preise variieren zwischen 1,99 Euro und 119 Euro.

Ulrike Müller und ihr Sohn Lukas (11) sind zum Raketenkauf eigens aus Ohlstadt nach Weilheim gekommen. „Weil hier die Auswahl an Feuerwerkskörpern viel größer ist“, wie Lukas sagt. „Wir werden aber maximal 30 Euro für das Feuerwerk ausgeben“, zieht Ulrike Müller eine Kostengrenze. Abfeuern wollen sie ihre Raketen am Bichlrain, einem beliebten Aussichtspunkt bei Ohlstadt.

Das alljährliche Feuerwerk ruft aber auch Mahner auf den Plan. Zu den energischen gehört die Stadt Weilheim. Bürgermeister Markus Loth bittet darum, „aufgrund der erhöhten Brandgefahr“ die Raketen nicht in der Altstadt innerhalb der Stadtmauer und nicht in der Oberen Stadt abzuschießen. Auch neben Bauernhöfen, in Hinterhöfen und an Lagerplätzen sollte darauf verzichtet werden. „Vor selbst hergestellten Feuerwerkskörpern wird dringend gewarnt“, so der Bürgermeister, der auch darum bittet, den Silvestermüll selbst aufzuräumen. „Die Reinigung der Straßen und Plätze nach Silvester beansprucht einen immensen Personal- und Geldaufwand“, so Loth. Und auch die Natur werde durch die nicht verrottbaren Teile belastet.

Für die „Umweltinitiative Pfaffenwinkel“ steht derweil fest, dass es besser sei, Geld an gemeinnützige Organisationen zu spenden als für Böller zu verpulvern. Rein statistisch verglühen in Weilheim zum Jahreswechsel rund 40 000 Euro.  gre/rr

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