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Kistenweise Äpfel bekommt Georg Vogl an die Obstpresse in Hohenpeißenberg geliefert.

Wohin mit all den Äpfeln und Birnen?

Öffnungszeiten, Preise, Sorten: So sieht‘s bei den Obstpressen im Weilheimer Raum aus

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Obst, so weit das Auge reicht. Diesen Ausblick kennen viele Hobbygartler. An vier Pressen im Weilheimer Raum gibt es die Möglichkeit, seine Früchte zu Saft verarbeiten zu lassen.

Landkreis – Wer einen Obstbaum im Garten stehen hat, kann sich vor Früchten derzeit kaum retten. Massenweise purzeln sie heuer von den Ästen. Der heiße Sommer und der zur Blütezeit ausgebliebene Frost machen’s möglich. Christian Hackl vom Obst- und Gartenbauverein Weilheim sagt: „Es ist irre. Solche Mengen hatten wir schon lange nicht mehr.“

Weilheim

Gemeinsam mit den Vereinskollegen betreibt Hackl die Obstpresse in Weilheim (Schießstattweg 5). Jeden Freitag zwischen 13.30 und 18 Uhr sowie samstags von 7 bis 10 Uhr nimmt sein Team seit Anfang August Äpfel und Birnen entgegen, um sie zu Saft zu verarbeiten.

Das gesammelte Obst wird zusammengeschmissen und in Drei-, Fünf- und Zehn-Liter-Packungen verkauft. Pro Liter verlangen Hackl und Co. für rohen Saft 25 Cent. Wer ihn erhitzt kaufen möchte – das verlängert die Haltbarkeit auf rund zwei Jahre – zahlt 40 Cent. Wem es wichtig ist, ausschließlich den Saft seiner eigenen Äpfel zu erhalten, der kann jeden Dienstag von 18 bis 20 Uhr unter der Nummer 0881/9279905 anrufen und einen Termin ausmachen. Aufgrund der hohen Nachfrage (pro Presstag werden laut Hackl zehn bis zwölf Tonnen geliefert) besetzen die Weilheimer das Telefon ab September zusätzlich montags von 18 bis 20 Uhr.

Peißenberg

Trauben nehmen Rita und Josef Bauer keine mehr entgegen. „Da haben wir uns einmal überreden lassen, aber das macht viel zu viel Arbeit“, sagt Rita Bauer. Zu aufwändig sei das anschließende Säubern der Geräte. Äpfel und Birnen darf hingegen jeder zu ihrer Obstpresse in Peißenberg (Bachstraße 32) bringen. Wer einen Termin will, muss sonntags zwischen 17 und 19 Uhr unter der Nummer 08803/4899009 anrufen. Presstag ist jeden Montag ab 7 Uhr. Roh kostet der Saft bei den Bauers für Nicht-Mitglieder des Peißenberger Vereins für Gartenbau und Landespflege 32 Cent, erhitzt 50 Cent. Fünf- sowie Zehn-Liter-Beutel plus entsprechende Kartons gibt es zu kaufen.

Oft bringen Leute mehr Obst mit, als sie überhaupt selbst verwenden können - und überlassen ihre Äpfel Rita und Josef Bauer. Daher können – wenn genügend Früchte vorhanden sind – auch diejenigen, die kein eigenes Obst besitzen, selbstgepressten Saft kaufen. Ein Liter roher Saft kostet für Nicht-Mitglieder 60 Cent, in erhitzter Form 85 Cent.

Hohenpeißenberg

An der Obstpresse in Hohenpeißenberg (Hauptstraße 84) beginnt am heutigen Samstag die Saison. Georg Vogl vom örtlichen Obst- und Gartenbauverein hat zwei Presstage pro Woche vorgesehen: jeden Samstag und Montag. Vogl nimmt hauptsächlich Äpfel entgegen. „Wenn ein paar Birnen mit dabei sind, ist es auch nicht schlimm“, sagt er. Wer jedoch nur Birnen oder gar Trauben mitbringt, ist bei ihm wegen der im Anschluss aufwändigen Reinigung falsch, wie Vogl mit einem Schmunzeln betont. „Den schick ich gleich weiter.“

Beutel und Kartons gibt es freilich auch bei ihm zu kaufen. Für den Liter rohen Saft verlangt Vogl 30 Cent, erhitzt sind es 45. Wer einen Termin bei ihm möchte, kann sich donnerstags zwischen 19 und 20 Uhr unter der Nummer 0160/92237488 melden.

Antdorf

Wer sein Obst in Penzberg und Umgehung zu Saft verarbeiten lassen will, fährt in der Regel zur Mosterei „Schweyer“ in Antdorf (Untergasse 2). Theresia Schweyer und ihr Mann Josef haben von Montag bis Samstag geöffnet. Wer einen Termin möchte, kann ganztägig unter der Telefonnummer 08856/802677 anrufen. Auch die Schweyers pressen zum Großteil Äpfel. „Birnen nehmen wir aber auch – jedoch nur, wenn sie nicht schon überreif sind“, sagt Theresia Schweyer. Fünf Liter kosten roh 3,50 Euro, erhitzt 4,50 Euro. Zehn Liter Saft erhält man für 6 beziehungsweise 7 Euro.

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