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Planen das ökumenische Fest, das vom 29. Juni bis 1. Juli dauert: (von links) Pfarrer Eberhard Hadem, Pfarrer Engelbert Birkle, Diakon Stefan Reichhart und Phili Mitzkus sowie Hans Peter Siebel vom Arbeitskreis „Christus-Fest“.

Ökumenisches Christusfest Weilheim

Drei Tage, zwei Kirchen, ein Fest

Zum Luther-Jubiläum veranstalten Protestanten und Katholiken ein ökumenisches Christusfest in Weilheim. Es dauert drei Tage.

Weilheim – Nicht Luther und nicht die Reformation sollen gefeiert werden, sondern die Gemeinsamkeiten der beiden Kirchen, wie die beiden Pfarrer Eberhard Hadem (evangelisch) und Engelbert Birkle (katholisch) betonen. Deshalb planen die beiden Weilheimer Kirchengemeinden anlässlich des protestantischen Jubiläums – Martin Luther begann vor 500 Jahren, die Kirche zu reformieren - ein „ökumenisches Christus-Fest“. Vom 29. Juni bis 1. Juli wird es auf dem Marienplatz gefeiert. Laut Hadem ist es die größte gemeinsame Veranstaltung der beiden Konfessionen, die es jemals in Weilheim gegeben hat.

Den Auftakt wird am Donnerstag, 29. Juni, eine Road-Show machen, die eine Luther-Ausstellung zeigt, in der unter anderem eine historische Druckmaschine zu sehen ist. Diese ist wichtig, weil nur wegen des damals neuen Buchdrucks erstmals Informationen schnell verbreitet werden konnten, was der Reformation zum Durchbruch verhalf. Es folgt eine Theateraufführung und abends können die Besucher in „Luthers Biergarten“ gehen – und die Äußerungen des Reformators auf den Bierdeckeln lesen.

Der Freitag ist der Kultur gewidmet. Gespräche mit Künstlern und eine Theateraufführung stehen auf dem Programm. Außerdem wird im Stadtmuseum eine Ausstellung eröffnet, die bis Ende Juli zu sehen ist. Sie wird nur für die Dauer der französischen Woche unterbrochen. Am Samstag präsentieren Jugendliche unter dem Motto „Reformation reloaded“ ihre Zukunftsvision, am Abend gibt es einen Festgottesdienst mit einer „Agape-Feier“, bei der die Besucher bewirtet werden. „Kein großes Buffet“, so Birkle, aber es gibt Brot für alle. Den Abschluss macht ein Fest auf dem Marienplatz. Laut Diakon Stefan Reichhart wurde bei der Zusammenstellung des Programms darauf geachtet, dass für alle Altersgruppen etwas geboten ist. Eingeladen sind nicht nur Weilheimer, sondern auch Bürger aus der Region. Hadem verspricht: „An den drei Tagen wird wirklich was los sein.“ Gleichzeitig ruft er auf: „Wir brauchen noch Helfer. Wer mitmachen will, kann sich bei mir melden.“

Eine weitere Veranstaltung zum Reformationsjahr ist für Oktober geplant. Der Lichtkünstler Philipp Geist, der im vergangenen Jahr Marienplatz und Musikschule illuminierte, wird seine Installation „Kirche im Licht“ in und an der Apostelkirche zeigen. Bei der Präsentation im Inneren spielen 500 Origami-Schwäne - der Schwan ist das Symboltier Luthers – eine wichtige Rolle. Sie werden mit Botschaften Weilheimer Bürger beschriftet.

Alfred Schubert

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