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Neue Mutation macht bereits die Hälfte aller Fälle aus: Omikron auf dem Vormarsch

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Von: Sebastian Tauchnitz

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Omikron-Variante des Coronavirus.
Derzeit wird jeder positive Test auch daraufhin überprüft, ob eine Omikron-Variante vorliegt. © picture alliance/dpa/SOPA Images via ZUMA Press Wire/Pavlo Gonchar

Spätestens, seit die Omikron-Variante des Corona-Virus ihren Siegeszug in Norddeutschland angetreten hat, wachsen auch im Landkreis Weilheim-Schongau die Sorgen vor einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen.

Landkreis – Derzeit ist die Lage, verglichen mit der Situation vor einigen Wochen, vergleichsweise ruhig. Ein Rückstau bei der Bearbeitung von neuen Infektionsfällen im Gesundheitsamt des Landkreises besteht nicht, wie es gestern auf Anfrage hieß: „Alle Fälle, die dem Gesundheitsamt gemeldet werden, können tagesaktuell bearbeitet werden. Wir haben über die Feiertage in zwei Teams gearbeitet (ein Team Weihnachten, ein Team Silvester/Drei-König). Dadurch konnte alles tagesaktuell abgearbeitet werden.“

Die einzige Unwägbarkeit, die nach wie vor besteht, ist, welche Auswirkungen das geringere Testgeschehen über die Feiertage hatte. Das Gesundheitsamt sieht auch diese Frage relativ entspannt: „Über die Feiertage wurde nicht wesentlich weniger getestet, insbesondere, da vermutlich viele Menschen vor Besuchen bei Verwandten oder bei Silvesterfeiern noch einmal sichergehen wollten, dass sie niemanden gefährden. Ein flächendeckendes Angebot für Schnell- und PCR-Tests war vorhanden, allerdings wurden oftmals nur verkürzte Öffnungszeiten angeboten.“

Omikron-Bestimmung dauert in der Regel zwei bis drei Tage

Auch beim Thema Omikron sieht man sich gut gewappnet. Im Schnitt dauere es zwei bis drei Tage, bis das Ergebnis einer Sequenzierung vorliegt und man genau wisse, ob ein Infizierter die neue Mutation oder die bisher dominante Delta-Variante des Corona-Virus in sich trage. Maximal betrage die Zeit, die es braucht, um Omikron nachzuweisen, sieben Tage. Das Gesundheitsamt geht dabei nach eigenen Angaben auf Nummer sicher: „Alle positiv getesteten Personen werden informiert, dass es sich auch um Omikron handeln könnte. Insbesondere bei Kontaktpersonen zu bestätigten Omikron-Fällen und bei Reiserückkehrern gehen wir primär davon aus, dass es sich um Omikron handelt.“ Das bedeutet, dass für diese Personen vorerst die längere Quarantäne-Regelung gilt, bis klar ist, ob sie mit der Omikron-Variante infiziert sind oder nicht. Damit ist es nicht möglich, sich als Geboosterter wie bisher nach sieben Tagen aus der Quarantäne freizutesten.

Die Labore seien angehalten, bei jedem positiven Befund eine Schnelldifferenzierung nach Omikron durchzuführen. Bei den positiv gemeldeten Fällen dominierte dabei bisher noch die Delta-Variante. Die Omikron-Variante hatte, so das Gesundheitsamt, am 3. Januar ca. 15 Prozent der tagesaktuellen Fälle ausgemacht. Bereits einen Tag später, am gestrigen Dienstag, war die Hälfte der Fälle auf die Omikron-Variante zurückzuführen: „Wir rechnen damit, dass Omikron Ende Januar auch bei uns im Landkreis die dominierende Variante sein wird.“

Omikron-Nachweis muss nicht unbedingt eine schlechte Nachricht sein

Das muss, wie aus der Stellungnahme hervorgeht, nicht unbedingt eine schlechte Nachricht sein: „Nach allem, was wir wissen, spielt sich Omikron eher in den oberen Atemwegen ab. Das ist einerseits gut, weil schwere Erkrankungsverläufe so seltener sind, andererseits ist Omikron viel ansteckender.“

Die Symptome würden bei Omikron eher denen eines grippalen Infekts mit Halsschmerzen, laufender Nase und allgemeiner Abgeschlagenheit gleichen. Seltener seien Geruchs- und Geschmacksverlust. Eines sei aber wichtig: „Nach wie vor schützen die Impfung und die Boosterung vor schweren Verläufen“, heißt es weiter.

Derweil hat sich die Lage auf den Intensivstationen des Landkreises entspannt. Nur zwei Covid-Patienten wurden gestern im Landkreis intensivmedizinisch behandelt.

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