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Aus Arztpraxen werden Wohnungen

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Von: Magnus Reitinger

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Werden aus Arztpraxen Wohnungen? Dazu muss der Stadtrat den Bebauungsplan teilweise aufheben. Foto: gronau
Werden aus Arztpraxen Wohnungen? Dazu muss der Stadtrat den Bebauungsplan teilweise aufheben. © Gronau

Weilheim - Der Stadtrat entscheidet am Donnerstag  über Änderungen für ein Gebäude im Bereich „Bärenmühle“. Dort sollen aus Praxen Wohnungen werden.

 Aus den bisherigen Arztpraxen des „Orthopädischen Fachzentrums“ (OFZ) an der Deutenhausener Straße werden mittelfristig wohl Wohnungen. Um dies zu ermöglichen, will die Stadt den Bebauungsplan „Bärenmühle“ für die Gebäude Obere Stadt 106 und Deutenhausener Straße 4 aufheben. Denn laut bestehendem Bebauungsplan aus dem Jahr 1991 (der dieses Areal als Mischgebiet ausweist) muss in diesen Gebäuden mindestens die Hälfte der Bruttogeschossfläche gewerblich genutzt werden.

Doch wenn die OFZ-Praxen in das neue Ärztehaus ziehen, das zurzeit zwischen Stadtarchiv und Krankenhaus gebaut wird, sei diese Vorgabe nicht mehr einzuhalten, schrieb ein Miteigentümer des Hauses an die Stadt – und bat um Änderung. Denn in Weilheim bestehe eine starke Nachfrage nach Wohnungen, wohingegen solche Gewerbeflächen kaum vermietbar seien. Diesem Befund stimmte Bürgermeister Markus Loth (BfW) zu: Das Gebiet um die Bärenmühle habe sich in den vergangenen Jahren „gewaltig verändert“, viele Betriebe seien dort „verschwunden“.

Allerdings will die Stadt den Bebauungsplan „Bärenmühle“ „aus verfahrensrechtlichen Gründen“ nicht ändern – denn dann müsste das Thema „Lärmschutz“ neu aufgerollt werden. Stattdessen ist eine „Teilaufhebung“ für die beiden genannten Grundstücke geplant. „Damit fallen diese in einen unbeplanten Innenbereich zurück und sind gemäß der umliegenden Bebauung als allgemeines Wohngebiet zu beurteilen“, so die Erklärung des Stadtbauamtes.

Der Bauausschuss hat diesem Vorgehen vergangene Woche mehrheitlich zugestimmt (gegen die Stimme von Grünen-Vertreter Alfred Honisch). Entscheiden muss darüber aber der Gesamt-Stadtrat. Dieser befasst sich am morgigen Donnerstag, 28. Juli, mit diesem Thema – ab 19 Uhr im Rathaus.  

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