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Ein Nadelöhr: der Peißenberger Bahnhof; dort müssen die Züge warten, was zu längeren Fahrtzeiten führt.

Pfaffenwinkelbahn

Beschleunigung und Ausbau bis 2019?

Seit vielen Jahren schon setzt sich der Landkreis für eine Beschleunigung der Bahnstrecke Weilheim-Schongau ein. Trotz Unterstützung aus der Politik bissen sich die Behörden aber immer wieder die Zähne aus. Nun scheint Schwung in die Sache zu kommen – die Fahrzeit soll sich verkürzen, die Bahnhöfe barrierefrei werden.

Bernried Manfred Plonner, ÖPNV-Sachbearbeiter am Landratsamt, berichtete am Montagabend bei einem Treffen des Unternehmerkreises Weilheim-Peißenberg in Bernried, dass die Pfaffenwinkelbahn 2019 nach Fertigstellung des neuen elektronischen Stellwerks in Weilheim an dieses angeschlossen werden soll. Bis dahin müsse unter anderem auch der Peißenberger Bahnhof und die Richtung Weilheim vorgelagerte Schrankenanlage am „Rigi-Center“ umgerüstet werden. „Wir bohren bei der Bahn immer wieder nach. Es dauert alles sehr lange“, so Plonner – allerdings: „Es schaut jetzt offenbar ganz gut aus.“ Der Peißenberger Bahnhof ist als Kreuzungspunkt das Nadelöhr auf der eingleisigen Pfaffenwinkelbahn. Die Standzeiten für entgegenkommende Züge betragen rund fünf Minuten. Die Fahrtdauer zwischen Weilheim und Schongau bläht sich so auf knapp 40 Minuten auf.

Eine Verkürzung der Standzeiten scheiterte vor ein paar Jahren zum Beispiel daran, dass sich die Marktgemeinde Peißenberg gegen die Auflassung des Richtung Schongau gelegenen Bahnübergangs am St. Georgenweg wehrte. Mehrere Anlieger wären dadurch von der Bergwerkstraße und damit von der einzigen Zufahrt abgeschnitten gewesen. Eine sicherheitstechnische Nachrüstung wäre wiederum aufgrund der Enge nur schwer zu realisieren. Laut Plonner hat für Peißenberg bislang nur ein zusammenhängendes Umrüstkonzept – inklusive Bahnübergang am St. Georgenweg – existiert. Nun jedoch sei der schrankenlose Übergang Richtung Jugendzentrum und Kleingärtnersiedlung in den Planungen ausgeklammert worden.

Details waren Plonner am Montag noch nicht bekannt: „Ich kann nicht sagen, ob es durch das neue Konzept klappt, die Fahrzeit auf 32 oder 30 Minuten zu reduzieren“, so der Landratsamtsmitarbeiter auf Nachfrage. Die Neukonzeption soll sich aber nicht nur auf die technische Umrüstung beschränken. Demnach sei geplant, bis 2019 sämtliche Bahnhöfe entlang der Pfaffenwinkelbahn barrierefrei auszubauen.

Bernhard Jepsen

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