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Prost auf den Ruhestand: Maria Wiester (2.v.l.) feierte auf dem Kirchplatz mit Rudolf Wiester (l.), ihrem Sohn Matthias und dessen Frau Franziska – und vielen Gottesdienstbesuchern. 

Pfarrsekretärin Maria Wiester verabschiedet

Erste Anlaufstelle in der Pfarrei

Weilheim - Maria Wiester (63) war 25 Jahre Pfarrsekretärin in der Pfarreiengemeinschaft Weilheim. Nun wurde sie in den Ruhestand verabschiedet.

Sie war eine Institution im Büro der katholischen Pfarreiengemeinschaft Weilheim: Maria Wiester wurde am Sonntag beim Gottesdienst in der Kirche Mariae Himmelfahrt in den Ruhestand verabschiedet. 25 Jahre lang hatte sich die heute 63-Jährige um die Belange der mittlerweile rund 10 600 Gläubige zählenden Kirchengemeinde gekümmert.

Die gebürtige Weingartenerin kam 1981 nach Weilheim. Bald sang sie im Kirchenchor. Bei den Kommunionkindern und beim Besuchsdiensts im Krankenhaus half sie ehrenamtlich mit. Doch dann brauchten sie im Pfarrbüro von Mariae Himmelfahrt eine Vertretung. Der damalige Pfarrer Hans Appel fragte an. „Das war schon als Schülerin immer mein Wunsch gewesen“, erinnert sich Wiester, die vorher als Arzthelferin arbeitete. „Bereits in Weingarten habe ich im Pfarrbüro mitgeholfen.“ Firmpatin war sie auch gewesen. Zwei Wochen half Wiester Anfang 1991 aus – und machte gleich weiter.

Die Entscheidung hat Wiester nie bereut. „Das ist kein alltäglicher Job. Man hat ganz viel Begegnungen mit den Menschen.“ Es war diese Abwechslung in der Schaltzentrale, die ihr gefiel. Die „schönen Sachen“, die sie organisieren durfte, wie Taufen und Hochzeiten. Aber auch die traurigen Anlässe, wenn es um Begräbnisse oder Probleme von Gläubigen ging. Oft führte sie tröstende Gespräche, die sie bewegten. Als Pfarrsekretärin war sie eines: „Erste Anlaufstelle in der Pfarrei.“ Wiester koordinierte alles – von den Pfarrern über die Diakone bis zu den Kaplanen, von den Belegungen der Kirchen bis zu der der Pfarrheime. „Ich musste die ganzen Gottesdienste auf die Reihe kriegen.“

Stadtpfarrer Engelbert Birkle lobt Wiesters Kenntnisse „aller Zusammenhänge“ in der Pfarreiengemeinschaft. Als er vor zwei Jahren als Pfarrer anfing, „war sie eine große Hilfe“. Beim Gottesdienst, den Birkle und Diakon Stefan Reichhart hielten, würdigte Kirchenpfleger Hubert Lauter ihre Verdienste. Besonders freute sich Wiester über einen Gast, der ihr zu Ehren eingeladen worden war: Die Münchener Opernsängerin Astrid Lazar, die Wiester sehr schätzt, trat auf. Danach ging es zum Sektempfang auf den Kirchplatz.

Gestern war Maria Wiester nochmal im Büro. Aber nun will sich die 63 -Jährige um all die Dinge kümmern, für die sie nicht so recht die Zeit hatte. „Ich will die sozialen Kontakte wieder aufleben lassen.“ Außerdem ist da ihre Familie samt den zwei Enkelkindern. Dem Kirchenchor will sie natürlich treu bleiben, ebenso dem Pfaffenwinkel-Chor. Im Pfarrbüro an der Admiral-Hipper-Straße wird Maria Wiester aber sicher öfters vorbeischauen. Um ihrer Nachfolgerin Petra Schimpl hilfreich zur Seite zu stehen, so wie „mich einst Centa Baudrexl immer begleitet hat“.

Andreas Baar

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