Pläne für neue Berufsschule

Keine Tiefgarage, aber Hackschnitzelheizung

Weilheim – Der Landkreis verzichtet beim Bau der Berufschule auf eine Tiefgarage. Dafür hat er sich für eine Hackschnitzelheizung entschieden.

Welche Neigung das Dach haben wird und wie es gedeckt wird, will der Kreisausschuss bei einer seiner nächsten Sitzungen entscheiden.

Mit diesen drei einstimmigen Entscheidungen legte der Kreisausschuss weitere wichtige Details für das 50-Millionen-Euro-Projekt am nördlichen Ortsausgang von Weilheim fest. Die Tiefgarage, wie beispielsweise von Seiten der Stadt und einigen Bürgern gewünscht, wird aus Kostengründen nicht realisiert. Für die 203 Stellplätze würde eine Tiefgarage rund 5,8 Millionen Euro kosten, oberirdische Stellplätze schlagen mit rund 600 000 Euro zu Buche. Rechnet man die Betriebskosten hinzu, dann wird die Schere noch größer: Beim Parkplatz sind es rund 8400 Euro, bei der Tiefgarage 32 600 Euro pro Jahr. Weilheims Bürgermeister Markus Loth (BfL) zeigte Verständnis: „Eine Tiefgarage wäre schön, aber die Kosten gehen einfach exorbitant auseinander“, so Loth, der auch darauf verwies, dass die Stadt als einer der größten Kreisumlagenzahler die Mehrkosten ja auch mitfinanzieren müsste. Die Parkplätze sollen mit Kies und jeder Menge Bäume versehen werden, so die Forderung mehrerer Kreisausschussmitglieder.

Auch bei der Frage nach der Heizungsart herrschte Einmütigkeit: Es wurden mehrere Varianten – Gas, Hackschnitzel, Grundwasser-Wärmepumpe und ein Erdgas-Blockheizkraftwerk – untersucht. Unterm Strich erschien den Kreisräten eine Hackschnitzelheizung als die beste Lösung, obwohl sie von der Anschaffung her die zweitteuerste ist und den größten Platzbedarf hat. Die jährlichen Brennstoffkosten sind dafür am niedrigsten, die CO2-Bilanz die Beste. Den Ausschussmitgliedern ging es nicht nur ums Geld, sondern auch um Nachhaltigkeit und Wertschöpfung für die Region. Und da sei eine Hackschnitzelheizung die beste Lösung. Denn das Brennmaterial könnte von heimischen Betrieben geliefert werden. Peter Erhard (CSU, Böbing) regte an, dafür einen eigenen Zweckverband zu gründen.

Weitaus mehr diskutiert wurde bei der Sitzung – und auch schon im Vorfeld – die Dachausführung: Material und Neigung. Mehrere Varianten mit verschiedenen Materialien – Kies, Ziegel und Metall – und unterschiedliche Neigungen, wurden vorgeschlagen. Schließlich einigte sich das Gremium darauf, dass das Architekturbüro zwei Varianten untersuchen soll: Ein flach geneigtes Dach mit etwa drei bis sieben Grad und ein steileres Satteldach mit über zehn Grad. Florian Steinbach, am Landratsamt für die Planung des Projekts zuständig, erinnerte daran, dass das Dach mit steigender Neigung auch zunehmend auffälliger werde.

Johannes Thoma

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