An der Geistbühelstraße

Pläne für Reihenhäuser an Geistbühelstraße

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Weilheim - Die Entscheidung über Neubaupläne für die Ecke Geistbühelstraße/Blütenstraße wurde vertagt. Neun Reihenhäuser plus Garagen auf einem Grundstück, auf dem bisher nur ein Haus steht, ist dem Bauausschuss zu viel des Guten.

Neun neue Reihenhäuser plus Garagen auf dem Grundstück Geistbühelstraße 5 (Ecke Blütenstraße), das bisher mit einem einzigen Wohnhaus bebaut ist? Mit diesen Plänen konnte sich der Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates in seiner April-Sitzung gar nicht anfreunden. Einstimmig wurde die Entscheidung über die Bauanfrage vertagt; mit dem Bauwerber – der Herrschinger „SKS-Wohnbau GmbH“ – soll erst einmal verhandelt werden.

Klar ist: Der Bebauungsplan „Blumenstraße/Blütenstraße/Geistbühelstraße/Pollinger Straße“ würde die neun Reihenhäuser, aufgeteilt in drei Dreispänner, grundsätzlich zulassen. Denn das Vorhaben sprengt dessen Festsetzungen laut Stadtbauamt nicht, und die Zahl der Wohneinheiten sowie die Bauweise der neu zu errichtenden Gebäude sei „im Bebauungsplan nicht geregelt“.

Und doch wären diese Bauten „etwas völlig anderes als das, was in dem relativ jungen Bebauungsplan beabsichtigt war“, warnte SPD-Stadträtin Petra Arneth-Mangano: „Das gesamte Geviert würde dadurch seinen Charakter verlieren.“ BfW-Vertreterin Brigitte Holeczek sah es genauso: Die „eigentliche Absicht“ des Bebauungsplanes – den vor wenigen Jahren die heutige Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt (damals noch als freie Architektin) erstellt hat – „würde dadurch ad absurdum geführt werden“.

Stefan Zirngibl (CSU) und Rupert Pentenrieder (BfW) halten weniger die Reihenhäuser für problematisch als vielmehr die geplanten oberirdischen Garagen. Deswegen müsse die Stadt mit dem Bauwerber „nochmal intensiv verhandeln“, so Zirngibl. „Für neun Reihenhäuser wäre eine Tiefgarage fällig“, sagte Pentenrieder. Und „keinesfalls“ dürften für das Neubauprojekt – wie es beantragt wurde – vier große Bäume gefällt werden, die im Bebauungsplan als „zu erhaltend“ festgesetzt sind.

Für CSU-Stadträtin Uta Orawetz wären es nicht nur die Bäume auf dem Areal wert, erhalten zu werden: Sie hofft, dass sich statt der Reihenhauspläne „noch ein Liebhaber für das bestehende Haus findet“

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