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Aufwendig saniert wurde 2016 das Stadtwerke-Grundstück an der Krumpperstraße.

Parkhaus an der Krumpperstraße

Ein notwendiger „Klotz“, mitten in Weilheim

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Unten Feuerwehr-Garagen, oben drei Parkdecks für rund 150 Autos: Die Planung für das rund 15 Meter hohe Parkhaus, das die Stadtwerke an der Krumpperstraße errichten wollen, steht. Am Donnerstag entscheidet der Stadtrat.

Weilheim – Frühestens 2020, vielleicht auch erst 2021 wird das Parkhaus auf jenem Gelände entstehen, das durch den Umzug der Stadtwerke an den Stadtrand frei geworden ist, aufwendig von Altlasten befreit wurde und zurzeit als Parkplatz genutzt wird. Der Baubeginn hängt davon ab, wie lange das Bebauungsplanverfahren dauert, für das der Weilheimer Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag, 22. November, den Startschuss geben will.

Der Bauausschuss hat bei der Vorberatung vergangene Woche einhellig Zustimmung empfohlen, aber auch eine gute Eingrünung gefordert. Die Westfassade des rund 70 auf 23 Meter großen Parkhauses müsse wegen der Lärmbelastung für die Anwohner „in städtebaulich verträglicher Art“ geschlossen und begrünt werden, verlangte Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt. Auch ein Gründach wird ob der „Vollversiegelung des Grundstücks“ vorgeschrieben. Auf diesem wollen die Stadtwerke – ähnlich wie bei ihrem Neubau an der Deutenhausener Straße – Photovoltaik-Module zur Gewinnung von Solarstrom aufständern.

Nach Ansicht von Roppelt wird das Parkhaus im Hinblick auf die Nachbarhäuser eigentlich „ein Stockwerk zu hoch“, wie sie im Ausschuss sagte. Doch der „Parkdruck“ im Viertel erfordere die geplante Größe, antwortete Bürgermeister Markus Loth (BfW) und verwies auf „mehrere Synergieeffekte“, insbesondere mit den Feuerwehrgaragen im Erdgeschoss. Diese seien „Standortsicherung für unsere Feuerwehr“, betonte auch Stefan Zirngibl (CSU). Andernfalls wäre für die Wehr „irgendwann eine teure Aussiedlung nötig“ – die laut Loth aber gar nicht in Frage käme, weil die Regierung von Oberbayern einen Standort in der Innenstadt fordert, damit die vorgeschriebenen Rettungszeiten einzuhalten sind.

„Man kann sich da städtebaulich sicher Schöneres vorstellen“, meinte Michael Lorbacher (SPD) zu den Plänen, „aber es ist schlicht und einfach nötig“. Wichtig sei, das Ganze per Begrünung „so verträglich wie möglich zu gestalten“, sagte Rupert Pentenrieder (BfW), „auch wenn es teurer ist für die Stadtwerke – sonst können wir der Bevölkerung diesen Klotz nicht vermitteln“.

Laut Stadtwerke-Vorstand Peter Müller sollen die drei Parkdecks rund 150 Stellplätze bieten: Etwa 100 davon will er langfristig vermieten (etwa für Mitarbeiter des benachbarten Landratsamtes und des Bürgerheims), rund 50 sollen frei für Tagesparker zur Verfügung stehen.

Die Stadtratssitzung am Donnerstag, 22. November, beginnt um 19 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses. Auf der Tagesordnung stehen neben dem Parkhaus auch die Planung für die Waldorfschule am Narbonner Ring und eine Flächennutzungsplan-Änderung für das Gebiet „Nördlich der Geistbühelstraße“.

Magnus Reitinger

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