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Weilheim: So soll das neue Parkhaus aussehen

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Von: Magnus Reitinger

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So soll das geplante Parkhaus nahe der B2 aussehen: Hier die Ansicht von Süden, also von der Krumpperstraße aus. 
So soll das geplante Parkhaus nahe der B2 aussehen: Hier die Ansicht von Süden, also von der Krumpperstraße aus.  © Grafik: Stadtwerke Weilheim

Für das geplante Parkhaus an der Krumpperstraße liegt nun ein konkreter Entwurf vor. Die Stadtwerke versprechen eine intensive Begrünung des Gebäudes, das 14 Garagen für Feuerwehr und BRK, zwei Parkdecks und eine Heizungszentrale umfasst. Die neuerliche Kritik der Agenda 21 kam bei der Vorstellung kaum zur Sprache.

Weilheim – In der Bauausschuss-Sitzung am vergangenen Dienstag gab es nur einen „Zwischenbericht“ in Sachen Parkhaus Krumpperstraße –ohne offizielles Votum. Denn der Entwurf für den „vorhabensbezogenen Bebauungsplan“ wurde nicht rechtzeitig fertig; im beauftragten Planungsbüro fiel coronabedingt ein Drittel des Personals aus, erklärte Stadtwerke-Vorstand Peter Müller. So wird der Stadtrat wohl erst im September darüber entscheiden können. Mit größeren Widerständen ist dabei aber nicht zu rechnen. Die Planung für das Gebäude selbst konnte Müller im Ausschuss nämlich schon mal vorstellen. Und dabei gab es Lob für die Gestaltung.

Die massive Kritik, die im Vorfeld geäußert wurde, kam hingegen kaum zur Sprache. Der Agenda 21-Arbeitskreis „Stadtentwicklung“ hatte erneut vor einer „offensichtlichen Stadtbildzerstörung“ gewarnt und gefordert, die zwei geplanten Parkdecks über den Feuerwehr-Garagen unter die Erde zu verlegen. Darauf ging in der Sitzung allein SPD-Vertreter Horst Martin ein: Ob eine Tiefgarage tatsächlich nur – wie es in der Agenda-Stellungnahme heißt – „moderate Mehrkosten“ bedeuten würde, so seine Frage. „Nein“, antwortete Müller: Das Parkhaus sei mit Baukosten von drei Millionen Euro veranschlagt, die Lösung mit Tiefgarage würde 1,1 Millionen mehr kosten. All das habe der Stadtwerke-Chef bereits bei der jüngsten Verfahrensrunde im Februar „erschöpfend beantwortet“, betonte Bürgermeister Markus Loth (BfW): Die vom Agenda-Kreis vorgebrachten Einwände seien „nicht neu“, der Grundsatzbeschluss des Stadtrates für das Parkhaus stehe.

Hier die Ansicht Ost des geplanten Parkhauses, also vom Hof aus - mit den Toren zu den 14 Garagen für Feuerwehr und Rotes Kreuz.
Hier die Ansicht Ost des geplanten Parkhauses, also vom Hof aus - mit den Toren zu den 14 Garagen für Feuerwehr und Rotes Kreuz. © Grafik: Stadtwerke Weilheim

Die Planung dafür ließen die Stadtwerke jetzt vom Münchner Büro ZTR erstellen, das laut Müller bereits mehrere Parkhäuser in der Landeshauptstadt realisiert hat. Es bleibt bei der vorgesehenen „Längsbebauung“: Andere Gebäudeformen habe man mit der Feuerwehr diskutiert, erläuterte Müller, doch diese würden zu sehr den Hof verbauen. Für das Flachdach versprach der Stadtwerke-Chef eine „extensive Begrünung“ mit Regenrückhalt, für die Glasfassade eine „intensive Begrünung“, für die ein zwei Meter breiter Streifen entlang des rund 80 Meter langen Neubaus vorgesehen ist. Auch zum bestehenden Gebäude des BRK bleibe ein Spalt.

Hier die Ansicht West des geplanten Parkhauses, also vom Nachbargrundstück an der B2 aus.
Hier die Ansicht West des geplanten Parkhauses, also vom Nachbargrundstück an der B2 aus. © Grafik: Stadtwerke Weilheim

Unter der Zufahrtsrampe auf der Westseite werde eine Hackschnitzelheizung in das Parkhaus integriert, die – anstelle der jetzigen mobilen Heizung auf dem Areal – die nahen Landratsamtsgebäude versorgt. Auch das Bürgerheim und weitere Liegenschaften könnten laut Müller damit beheizt werden.

Inklusive Heizanlage fürs Landratsamt

Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt-Sommer sagte, sie habe den Bau „lange skeptisch“ betrachtet, der frühere Entwurf sei „lieblos“ gewesen. Die nun vorgelegte Planung kam indes gut bei ihr an; sie lobte die vorgesehene Begrünung – und dass die Wandhöhe zur Nachbarbebauung an der B 2 auf 11,75 Meter reduziert worden sei. Gleichwohl handle es sich um einen Zweckbau. „Aber was wäre die Alternative?“, so Roppelt: „Eine reine Fahrzeughalle für Feuerwehr und BRK“, antwortete sie selbst, „und das wäre nicht das, was an der Stelle richtig ist“.

„Wir brauchen an dieser Stelle nach wie vor ein zweistöckiges Parkhaus“, betonte Rupert Pentenrieder (BfW) und lobte die nun vorgestellte Gestaltung. Ähnlich CSU-Vertreter Klaus Gast: Der Grundsatzbeschluss sei klar, nun gehe es um die „bestmögliche Gestaltung“ eines Zweckbaus. Und das sei mit dieser Planung gut erfüllt, so Gast –weil „nicht nur Grün hingehängt, sondern mit Grün gearbeitet“ werde.

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