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Laut Peter Müller, dem Geschäftsführer der Stadtwerke Weilheim, ist Bargeld für seine Mitarbeiter verboten.   

Postbote und Co.

Nur kleine Geschenke sind zu Weihnachten erlaubt

Für viele ist es eine Selbstverständlichkeit, an Weihnachten auch an andere zu denken, ob Postbote, Zeitungsausträger oder Müllmänner. Aber dürfen sie überhaupt Geld oder ein kleines Geschenkt annehmen?

Landkreis – „Das ist bei uns ganz klar geregelt“, sagt Hans Rehbehn, Pressesprecher des Landratsamts. In der Behörde gelte das Antikorruptionsgesetz. Die Annahme von Bargeld sei den Mitarbeitern untersagt, Sachgeschenke bis zu einem Wert von 5 Euro dürften angenommen werden.

Ähnlich sieht es bei den Angestellten der Weilheimer Stadtwerke aus. Laut Angaben von Geschäftsführer Peter Müller ist auch hier Bargeld strikt verboten. Kleine Geschenke dürfen die Mitarbeiter behalten, größere würden für die Firma verwendet.

„Den meisten Menschen ist es ein Bedürfnis, dem Pflegepersonal eine kleine Aufmerksamkeit an Weihnachten zu geben“, sagt Claudia Hörbrand, Geschäftsführerin der Ökumenischen Sozialstation in Peißenberg. Aber Geld und größere Geschenke anzunehmen sei in Pflegeberufen allgemein nicht erlaubt. Das würden die Mitarbeiter schon bei ihrer Anstellung vertraglich unterschreiben, so Hörbrand.

Kein Problem mit Geschenken und auch Barem sieht Adolf Schäfer, Geschäftsführer des „Zeitungsvertrieb Oberbayern“, für seine Zeitungsausträger. „Wer von den Abonnenten etwas geben will, der tut das und darf es auch“, sagt er. Nach wie vor zeigten sich die Leser bei ihren Zeitungsausträgern erkenntlich.

Auch bei der Post sind Geschenke ein Thema. Beamte und Angestellte dürfen keine Belohnungen oder Geschenke annehmen. Aber eine besondere Regelung zum Umgang mit Trinkgeldern zu Weihnachten würde es bei der Post nicht geben, so Dieter Nawrath von der Post-Pressestelle in München. Ein geringwertiges Sachgeschenk bis zu einer Höhe von 25 Euro sei erlaubt, aber die von den Bürgern gegebenen Geschenke würde deutlich unter dieser Summe liegen, weiß Nawrath.

Beim Paketzusteller „Hermes“ wiederum ist zu erfahren, dass Geld und Geschenke bis zu einer Höhe von 10 Euro erlaubt sind. Und wie sieht es bei den Arbeitern der Müllabfuhr aus? Von „Oberland Recycling“ erhielt die Heimatzeitung keine Auskunft.

In bayerischen Städten wie beispielsweise Regensburg oder Würzburg gibt es für die Müllmänner eine sehr strenge Regelung. Sie dürfen gar nichts annehmen, denn in einigen Fällen hatten Mitarbeiter gegen ein Trinkgeld Sondermüll wie Reifen mitgenommen.

Regina  Wahl-Geiger

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