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Zehn der mächtigen Bäume am Badeweg am Rande der Weilheimer Au fallen in den nächsten Tagen den Motorsägen zum Opfer. Die gelben Punkte zeigen, welche Kastanien genau wegkommen. 

Weilheim

 Zehn Kastanien müssen fallen

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Es ist eine Baumfällung, die Aufsehen erregen wird.  Zehn  große Bäume an einem viel genutzten Geh- und Radweg zwischen Ammer und Altstadt werden gefällt. 

Weilheim–  Zehn der alten, laut Stadtbauamt vor über 120 Jahren gepflanzten Kastanienbäume in der Allee am Badeweg entlang der Weilheimer Au werden in den nächsten Tagen gefällt. Vorausgegangen ist eine intensive Begutachtung durch den Baumsachverständigen der Stadtwerke.

Sechs dieser Bäume – insgesamt besteht die Allee aus rund 30 Kastanienbäumen – seien ob starker Brüche und kräftiger Beschnitte über die Jahre definitiv nicht mehr verkehrssicher; vier weitere könnten zwar durch große und teure Maßnahmen (800 bis 1000 Euro pro Baum) noch einige Jahre erhalten werden. Doch auch diese wolle man lieber gleich ersetzen, so der einstimmige Beschluss.

Die Sicherheit der Fußgänger und Radler habe an diesem stark frequentierten Weg in Weilheim „höchste Priorität“, sagte Rupert Pentenrieder (BfW), der Grünreferent des Stadtrats, und war sich darin mit allen Kollegen im Ausschuss einig. Die Bäume, die nun zu fällen sind, würden seit Jahren „stark beobachtet“, sagte Pentenrieder: „Wir haben keine Chance, die zu erhalten.“ Mit zehn Nachpflanzungen auf einmal würden diese Bäume auch wieder miteinander wachsen, so ergebe sich auch für die Zukunft „Allee-Charakter“.

Bei den Nachpflanzungen soll es sich um bereits „richtig schöne Bäume“ mit vier bis fünf Metern Höhe handeln, wie es im Ausschuss hieß. Ob es sinnvoll sei, erneut Kastanien-Bäume zu pflanzen, die ja oft unter dem Befall von Motten leiden, wollte Klaus Gast (CSU) wissen. „Ja“, antwortete der Sachverständige, der Baum lebe mit der Motte, „das ist eher eine optische Frage“.

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