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Geheimtipp am Oberen Graben: Einige Parkplätze sind gebührenfrei, wenn nicht gerade, wie im Juni, eine Umleitung dort vorbeiführt. 

Problem in Weilheims Innenstadt

Wo können die Anwohner parken?

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In Weilheim gibt es kostenpflichtige Parkplätze für Kurzparker, kostenfreie für Pendler. Doch wo können die Bewohner der Innenstadt ihre Autos abstellen? Diese Frage beschäftigte mal wieder den Verkehrausschuss. Und mal wieder wurde eine Entscheidung darüber vertagt.

Weilheim – Für Innenstadtbewohner, die keine eigene Garage oder einen Stellplatz im Hof haben, ist es schwierig, ihr Auto zumindest halbwegs nahe ihrer Wohnung zu parken. Vor allem abends sind die Stellplätze belegt – meist von Kneippenbesuchern. In dem von der Stadt in Auftrag gegebenen Gesamtparkraumkonzept werden deswegen vier Zonen für Bewohnerparkplätze rund um die Stadtmauer vorgeschlagen – mit insgesamt knapp 300 Stellplätzen. Die Einführung dieses so genannten Bewohnerparkens sei vom Grunde her sinnvoll, hieß es in dem Gutachten der Firma „Gevas“, in dem auch Modelle dafür vorgestellt werden.

Grünen-Stadtrat Dr. Eckart Stüber hatte bereits in der Mai-Sitzung des Verkehrsausschusses namens seiner Fraktion einen Vorstoß gemacht, damit dieser Vorschlag auch umgesetzt wird, er konnte sich aber nicht durchsetzen. In der Oktober-Sitzung des Gremiums bohrte er nach. „Wir haben eine klare Aussage“, sagte er in Bezug auf das Gutachten, „wir müssen das umsetzen.“ Zudem forderte er, dass die Parkplätze am Oberen Graben, die bislang ohne irgendeine Gebühr benutzt werden können, bewirtschaftet werden.

Doch auch diesmal wurde Stüber eingeparkt. Sein Antrag, wonach Bewohnerparken in den vier Zonen eingeführt wird, wurde abgelehnt. Hauptgrund war, dass gerade von den Büros „Ingevost“ und „Cima“ ein weiteres Gutachten erstellt wird: das zu einer möglichen Erweiterung der Fußgängerzone, und die beiden teuren Studien sich in die Quere kommen könnten.

„Ingevost“ und „Cima“ haben der Stadt laut Ordnungsamtschef Andreas Wunder mitgeteilt, dass das Thema „Parken“ der Punkt sein werde, der „uns am meisten beschäftigen wird“. „Hier sollten in Hinblick auf die Umsetzung des Gesamtparkraumkonzeptes der Firma ,Gevas’ im Stadtrat auf keinen Fall Entscheidungen getroffen werden, die in das von uns zu behandelnde Thema eingreifen“, zitierte Ordnungsamtschef Andreas Wunder aus einem Schreiben von Christian Fahnberg vom Büro „Ingevost“. Eine „ganz enge Abstimmung“ sei dringend erforderlich.

Das Bewohnerparken geht somit in die dritte Runde. Ein Beschluss soll erst gefällt werden, wenn das Gutachten zur Fußgängerzone vorliegt.

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