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Alltag in der Admiral-Hipper-Straße: Radler sind verbotenerweise stadteinwärts unterwegs.  

Radeln in der Admiral-Hipper-Strasse

Lösung für einen Brennpunkt gesucht

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Radeln ist in der Admiral-Hipper-Straße nur stadtauswärts möglich. Die Grünen möchten das ändern. Sie beantragten, das Radeln gegen die Einbahn zuzulassen. Im Verkehrsausschuss stieß dieser Antrag durchaus auf Wohlwollen. Jetzt soll ein erster Schritt dazu gemacht und Geld für eine Planung im Haushalt 2018 vorgesehen werden.

Weilheim – Vom Osten der Stadt mit dem Rad in die Innenstadt zu gelangen, ist schwierig. Seit das Krankenhaus saniert und die Johann-Baur-Straße gesperrt ist, ist es richtig schwierig, denn der Anschluss über die Verkehrsinsel an der B 2 zum Oberen Graben ist unterbrochen. Durch den Krankenhausgarten wurde zwar für die Radler eine Verbindung an die B 2 geschaffen, doch diese Umleitung verlängert die Strecke – und zwar noch für zwei weitere Jahre.

Das hat zur Folge, dass die Radler sich verstärkt ihren Weg durch die Obere Stadt und dann – verbotenerweise – entgegen der Einbahn und über den Gehweg auf der Rathausseite durch die Admiral-Hipper-Straße Richtung Westen suchen. „Dies birgt ein hohes Unfallrisiko, insbesondere bei jugendlichen Fahrradfahrern“, heißt es in dem Antrag der Grünen, der gestern Vormittag dem Verkehrsausschuss vorlag. „Das ist ein Problem, dort ist ein Brennpunkt“, stellte Klaus Gast (CSU) fest. Um es zu lösen, müsse eine vernünftige Lösung gefunden werden.

Der Antrag ist bei weitem nicht der erste, der auf eine ähnliche Regelung für die Admiral-Hipper-Straße abzielt, wie sie in der Innenstadt schon in der Pöltner Straße, der Hofstraße und der Türlmühlstraße praktiziert wird. Seit 2012 beschäftigt dieses Thema die Gremien, ohne dass sich bislang etwas getan hat.

In der Sitzung des Verkehrsausschusses kam gestern jedoch Bewegung in die Sache. „Selbstverständlich wäre eine Möglichkeit zur Befahrung der Admiral-Hipper-Straße für die Radfahrer entgegen der Einbahnrichtung wünschenswert“, heißt es in der Stellungnahme der Stadtverwaltung. Allerdings müssten hierzu ein sicheres Queren von der Oberen Stadt zur Admiral-Hipper-Straße und ein sicheres Fahren dort gewährleistet werden. Dazu müssten bauliche Maßnahmen getroffen werden, damit weder der starke Fußgängerverkehr noch der Radverkehr durch den Autoverkehr gefährdet werden, so Ordnungsamtschef Andreas Wunder.

Da die Stadt gerade ein Gutachten zum Radverkehr erstellen lässt, sollen in diesem speziell Möglichkeiten für die Admiral-Hipper-Straße untersucht werden. Für Grünen-Stadtrat Dr. Eckart Stüber ginge es allerdings einfacher: Ein dicker weißer Strich auf der Fahrbahn könnte das Problem in seinen Augen lösen.

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