+
In der Kurve ist schon wieder Schluss: Nur ein paar Meter lang ist bisher der Geh- und Radweg, der nach dem Unterhausener Kreisel Richtung Bahngleis führt. 

Radweg nach Unterhausen

Zumindest ein Provisorium kommt

  • schließen

Den Bau von Radwegen hatte die Stadt heuer eigentlich nicht auf ihrer Rechnung. Doch jetzt soll zumindest ein kurzes Stück für Radler und Fußgänger bei Unterhausen erstellt werden – wenn auch nur provisorisch.

Weilheim – Das kurze Stück Weg, um das es in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses ging, ist rund 100 Meter lang und soll vom Unterhausener Kreisel an der Münchner Straße Richtung Unterhausen bis zum Bahnübergang führen, und zwar als kombinierter Geh- und Radweg. Bisher gibt es nur einen rund 15 Meter langen Geh- und Radweg, dann müssen die Radler und Fußgänger auf die Straße wechseln.

Ein Bürgerantrag zum Bau des Geh- und Radweges liegt im Weilheimer Rathaus seit dem Jahr 2013 vor. Auch haben die Anlieger bereits den notwendigen Grund abgetreten, so Manfred Stork, Leiter der Bauverwaltung im Rathaus.. Doch Stork warnte vor einer vorschnellen Entscheidung. Den Weg jetzt zu bauen sei ein Unding, sagte er. Grund: Die Bahn habe der Stadt Mitte vergangenen Jahres mitgeteilt, dass der Bahnübergang bei Unterhausen analog dem an der Geistbühelstraße ertüchtigt und umgebaut werden soll. Erste Planungen seitens der Bahn gebe es dafür bereits. „Der künftige Geh- und Radweg soll natürlich direkt über den umzubauenden Bahnübergang führen, um nach den Bahngleisen in den vorhandenen Geh- und Radweg überzugehen“, so Stork. Das städtische Tiefbauamt habe deswegen den Ausbau des Weges zurückgestellt, bis die Arbeiten an dem Übergang über die Bühne gegangen seien, da erst dann „die entsprechenden Anschlüsse besser herzurichten sind“. Zudem, so Stork, liege dem Stadtbauamt eine Bauanfrage für ein Grundstück an dem geplanten Weg vor, über die noch nicht entschieden sei.

Es sei, so Stork weiter, sicherer, wenn die Fußgänger und Radfahrer bis zur Verwirklichung des Weges „nach wie vor die Fahrbahn nutzen, um hier besser gesehen und beachtet zu werden“. Würde der Weg gebaut, müssten die Fußgänger und Radler am derzeit noch engen Bahnübergang auf die Fahrbahn wechseln, was auch das Ordnungsamt als größere Gefahr als die jetzige Praxis ansehe.

Rupert Pentenrieder, Stadtrat der „Bürger für Weilheim“ aus Unterhausen, wollte Storks Argumentation nicht gelten lassen. „Der Unmut bei den Unterhausenern ist sehr groß“, sagte er. Auf die Bahn zu warten, sei eine unsichere Sache, denn erfahrungsgemäß dauere es sehr lang, bis diese wirklich baue. Und im Übrigen sei es unsicherer, gleich nach den 15 Metern auf die Fahrbahn einzufädeln als vor dem Bahnübergang, wo die Autofahrer abbremsen müssten.

Den Ausschlag für das einstimmige „Ja“ des Gremiums zum Bau des kombinierten Geh- und Radwegs gab die Auskunft von Georg Kutter, dem Chef des stätischen Tiefbauamtes.

100 Meter für 30 000 Euro

Kutter sagte, dass der Radweg durchaus provisorisch gebaut werden könnte. Die rund 100 Meter, so rechnete er vor, würden Kosten in Höhe von rund 30 000 Euro verursachen. Das Geld sei in der Stadtkasse vorhanden. Baubeginn könnte im September sein.

Während Pentenrieder froh über den Beschluss war, auch weil nächste Woche Bürgerversammlung in Unterhausen ist, blieb Stork weiter skeptisch. „Die gefährliche Situation wird nur verschoben“, sagte er.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Geplantes IT-Konzept des Landkreises für Schulen ist umstritten
Die Schulen müssen fit gemacht werden für die digitale Zukunft. Um die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, strickt der Landkreis an einem einheitlichen IT-Konzept. Das …
Geplantes IT-Konzept des Landkreises für Schulen ist umstritten
Stadel in Paterzell brennt bis aufs Gerippe nieder
Schon wieder Brandalarm im Landkreis: Mehrere Feuerwehren rückten am Sonntag zum Brand eines Nebengebäudes in Paterzell aus.
Stadel in Paterzell brennt bis aufs Gerippe nieder
Trotz gewonnener Wette gab’s in Weilheim Freibier – aber mit Hindernissen
Das hatte sich die CSU Weilheim vermutlich ganz anders vorgestellt: An ihrer Stadtwette beteiligten sich nicht genug Menschen, um ein dreistündiges Programm zu …
Trotz gewonnener Wette gab’s in Weilheim Freibier – aber mit Hindernissen
„Tag des Sports“ in Weilheim als „wunderbare Plattform“
Kein Zweifel: Weilheim ist wahrlich eine Sportstadt. Bester Beweis dafür war an diesem Samstag der „Tag des Sports“ auf dem Marienplatz. 18 Vereine und mehrere …
„Tag des Sports“ in Weilheim als „wunderbare Plattform“

Kommentare