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Wegen der Großbaustelle am Narbonner Ring wird der Radweg aus Sicherheitsgründen umgeleitet. Das gefällt nicht jedem. 

Radwegsperrung am Narbonner Ring

Auch wenn die Radler schimpfen: Sicherheit geht vor Bequemlichkeit

„Zwei bis drei Anrufe pro Woche“ verzeichnet Martin Hackl zum Thema „Radwegsperrung am Narbonner Ring“. Der Polizeihauptkommissar ist für den Verkehr in Weilheim zuständig.

Weilheim – In sein Aufgabengebiet fällt daher auch die Sperrung von Verkehrswegen. Die Anrufer haben laut Hackl kein Verständnis dafür, dass sie einen Umweg fahren müssen, wenn sie zum Dietlhofer See wollen, seit der westliche Abschnitt des Radwegs vor dem Kreisel an der Bundesstraße B 2 gesperrt ist.

Die Sperrung wurde laut Hackl vom Landratsamt veranlasst, weil auf dem nördlichen Areal die neue Berufsschule gebaut wird. Zur Großbaustelle müsse viel Schwerverkehr fahren. Dies führe an den Schnittstellen mit dem übrigen Verkehr zu Gefahren, besonders für Radfahrer.

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Um die Radler vor ein- und ausfahrenden 40-Tonnern zu schützen, hätten sich die Beteiligten – Vertreter von Polizei, Stadtverwaltung und Landratsamt – darauf geeinigt, den betroffenen Abschnitt des Radwegs zu sperren. „Sicherheit vor Bequemlichkeit“, laute der Grundsatz, nach dem eine Umleitung eingerichtet wurde. Diese sei gut ausgeschildert und nicht viel länger als die direkte Verbindung. Hackl bittet die Radfahrer um Verständnis für den kurzen Umweg, der im Interesse der Sicherheit – vor allem von Kindern – erforderlich ist.

Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt stimmt den Ausführungen von Hackl voll zu. Die einzige brauchbare Alternative für eine Zufahrt zur Baustelle hätte von der Straße her erfolgen können, die den Narbonner Ring mit dem Dietlhofer See verbindet. Dort wäre es laut Roppelt aber noch gefährlicher gewesen, weil zwischen der Stadt und dem Freizeitgelände viele Radfahrer und Fußgänger unterwegs sind. Deshalb habe man sich bewusst dafür entschieden, die Baustellenzufahrt am Narbonner Ring einzurichten.

Die Umleitung bleibt laut Hackl bis zum Ende der Bautätigkeit bestehen. Die Berufsschule wird voraussichtlich Ende 2020 fertig sein. Danach werde der Radweg wieder freigegeben. Von Alfred Schubert

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