+
Felicitas Nowak (Mitte) schaffte die 1,0. Auch die weiteren Schüler auf dem Bild haben eine Eins vor dem Komma. Ihnen gratulierten Fördervereinsvorsitzender Josef Eder (l.), und Schulleiterin Sabine Kreutle (Dritte v.r.).  

Realschüler verabschiedet

Ein Schlüsselbund an Erfahrungen

Die Realschule in Weilheim verabschiedete ihre Absolventen mit einer großen Entlassfeier in der Stadthalle. 16 Schüler hatten bei den Prüfungen hervorragende Leistungen erbracht und wurden dafür ausgezeichnet.

Weilheim – Die Absolventen der Staatlichen Realschule Weilheim haben den ersten Schritt ins Erwachsenenleben gemeistert: sie haben ihren Abschluss in der Tasche. Der stellvertretende Schulleiter Klaus Förster eröffnete die Feierlichkeiten in der Stadthalle und betonte, dass die „Hauptpersonen, quasi die Stars“ des Tages die Schüler seien. Er wünschte allen Anwesenden „alles Gute und lasst es krachen“ und fügte hinzu: „Aber nicht beim Abschlussball heute Abend, sondern danach“.

119 Schüler haben an der Abschlussprüfung teilgenommen, „für nahezu alle war der Schritt von Erfolg gekrönt“, sagte Schulleiterin Sabine Kreutle. Für sie ist es an der Weilheimer Realschule der erste Jahrgang, den sie verabschiedet, weil sie erst seit einem Jahr als Rektorin an der Schule ist. Sie bedankte sich in ihrer Rede vor allem bei den Lehrkräften und Eltern für die Unterstützung, die sie den Jugendlichen zukommen ließen. Sie betonte, dass es „nicht um das Einserzeugnis“ gehe, sondern „um das Verknüpfen all des Gelernten zu einer Art Weltwissen“. Sie gab den Absolventen noch einen irischen Segensspruch mit auf den Weg und wünschte allen „ein gutes Leben, das euch gefällt“.

Ausgezeichnet wurden die Schüler, die „eine Eins vorm Komma haben“, so Förster. Als Preis erhielten die 16 Schulbesten einen Gutschein eines Elektronikfachhandels. Nur Felicitas Nowak, die als einzige eine 1,0 erreicht hatte, erhielt noch ein zusätzliches Präsent – was ,wusste sie aber nicht: „Ich habe noch gar nicht reingeschaut, das mache ich dann zu Hause“, sagte sie. Was sie mit ihrem hervorragenden Abschluss beruflich genau machen möchte, weiß sie auch noch nicht. „Ich würde gerne etwas Soziales machen, deshalb mache ich jetzt erst mal ein Freiwilliges Soziales Jahr“, so die Schulbeste.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß wünschte den Absolventen „einen Beruf, in dem sie ihre Stärken ausleben können“ und dankte den Eltern, dass sie ihre Kinder „unterstützt, ermuntert und gefördert und eine solch gute Schule ausgewählt haben“.

Der zweite Bürgermeister Horst Martin versetzte sich in seine Schulzeit zurück: „Ich habe mir zur Vorbereitung auf den heutigen Tag mein Abschlusszeugnis von vor 43 Jahren angeschaut. Die besten Noten hatte ich in Sport und Religion“, sagte er. Dennoch könne man auch mit schlechteren Noten alles erreichen und etwas aus seinem Leben machen. Das Motto „Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weitergehen“ habe ihm geholfen und helfe hoffentlich auch den Absolventen.

Einen Schlüsselbund hoch hielt Gerhard Weber, Vorsitzender des Elternbeirates. Er sagte, dass alle Schlüssel an diesem Bund für Erfahrungen stünden. Manche seien hilfreich und „öffnen Türen und Tore, andere sind nicht brauchbar“. Als Zeichen für diese Metapher erhielten die Jugendlichen neben ihren Zeugnissen auch einen Schlüsselanhänger mit dem Logo der Realschule Weilheim.

Die Schülersprecherinnen Sarah Linz und Melissa Rieger blickten auf die Schuljahre zurück. „Die Lehrer waren stets bemüht uns etwas beizubringen“, sagte Melissa, und ein Lachen ging durch den Raum. Sie bedankten sich sowohl bei Lehrern als auch ihren Mitschülern und wünschten ihnen für den weiteren Lebensweg alles Gute. Für den Abschlussball am Abend sollten alle „nur gute Laune“ mitbringen. Sie verabschiedeten sich mit den Worten „Auf Wiedersehen und pfiat eich“.

Franziska Florian

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Stadelfest in Unterhausen hat  Nachwirkungen
Mit den Nachwirkungen des Stadelfestes in Unterhausen beschäftigt sich nun die Polizei Weilheim. Erst gab es eine Prügelei, später machten Polizisten eine Entdeckung. 
Stadelfest in Unterhausen hat  Nachwirkungen
Viele Peißenberger ohne Internet und Telefon
Viele Peißenberger müssen bis Donnerstag ohne Telefon und Internet auskommen. Der Grund ist eine Großstörung bei der „Telekom“.
Viele Peißenberger ohne Internet und Telefon
Ins frühere Krankenhaus Peißenberg soll ein Kindergarten einziehen
Seit dem Auszug der Ökumenischen Sozialstation steht der Westflügel des ehemaligen Peißenberger Krankenhauses leer – vermutlich aber nicht mehr lange. Die Marktgemeinde …
Ins frühere Krankenhaus Peißenberg soll ein Kindergarten einziehen
Auf den Spuren gläserner Schätze - wie das Museum Penzberg und seine Partner eine Lücke schließen
Wer sich in der Kunstwelt mit der Hinterglasmalerei der klassischen Moderne beschäftigt, kommt an Penzberg nicht vorbei. Über eine halbe Million Euro hatte die …
Auf den Spuren gläserner Schätze - wie das Museum Penzberg und seine Partner eine Lücke schließen

Kommentare