+
Testen einen Kaffee im „Recup“: (Vorne v. l.) Anneliese Back, Anna Schirpke („Greensurance Stiftung“), Jutta Liebmann (Amt für Standortförderung, Kultur&Tourismus), Felicitas König („Sonnendeck“), (hinten v. l.): Karin Sendl. Horst Martin (2. Bürgermeister ), Michael Eckel („Murnauer Kaffeerösterei“) und Anja Uebe-Schretzlmaier („Biomichl“). 

Notizen aus der Wirtschaft

„Recup“ statt Einwegbecher für den „Coffee to go“

  • schließen

Der Bio-Supermarkt „Biomichl“ und das Café „Sonnendeck“  haben eineinheitlichen Pfandsystems für den „Coffee to go“ eingeführt. Sie haben Wegwerf-Becher aus dem Sortiment gestrichen und bieten stattdessen das Pfandsystem „Recup“ an.

Weilheim– „Mit dem „Recup“-System möchten wir es den Kunden einfach machen, nachhaltig zu handeln“, erklärt Anneliese Back vom „Biomichl“ bei einem Pressetermin. Kunden, die beim „Biomichl“ und dem „Sonnedeck“ einen „Kaffee zum Mitnehmen“ bestellen, zahlen einen Euro Pfand für einen recycelbaren Kunststoffbecher, der an beiden Orten ungespült zurückgegeben werden kann.

Die Idee zum „Recup“ stammt von zwei Jungunternehmern aus Rosenheim. Ihre Pfandbecher sind mittlerweile in verschiedenen deutschen Städten wie München, Wasserburg, oder Köln im Einsatz. „Die Becher sind schadstofffrei und bruchsicher, außerdem sollen sie bis zu 600 Mal gespült werden können“, erklärt Back.

Es ist nicht der erste Versuch im „Biomichl“, die Kunden für Nachhaltigkeit beim Kauf von fertigem Kaffee zu begeistern. Vor einem halben Jahr hatten die Inhaber Karin und Michael Sendl isolierte Pfandbecher ins Sortiment aufgenommen. „So ganz haben die Kunden nicht mitgezogen, vielleicht lag es auch an dem relativ hohen Pfandpreis“, sagt Karin Sendl. Die Thermogefäße werden neben dem „Recup“ weiter an der Kaffeetheke angeboten.

Im „Sonnendeck“ wurden Einwegbecher bereits vor einem Jahr komplett abgeschafft. Kunden können entweder einen Mehrwegbecher kaufen oder eigene Becher mitbringen. Mit dem „Recup“ haben Kaffeetrinker nun die Möglichkeit, einen Becher gegen Pfand auszuleihen. „Es wäre eine tolle Sache, wenn noch viele Weilheimer Cafés und Lokale einsteigen würden“, sagt Karin Sendl. Je 100 mintgrüne Becher haben der „Biomichl“ und das „Sonnendeck“ aktuell bestellt.

Verwendet werden können die Becher auch außerhalb von Weilheim: Alle Cafés und Geschäfte, die bei „Recup“dabei sind, nehmen die Becher zurück – auch wenn das Design von Stadt zu Stadt variiert.

Marion Neumann   

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Stiefelweiher in Hohenpeißenberg: „Eine Aufsicht wäre der Tod für den See“
Aufsichtspflicht am Stiefelweiher in Hohenpeißenberg? Bürgermeister Thomas Dorsch erklärt, wie er zu den Steg-Sperrungen steht, die derzeit im Landkreis hohe Wellen …
Stiefelweiher in Hohenpeißenberg: „Eine Aufsicht wäre der Tod für den See“
Kulturell bestens aufgestellt: Werkschau im Weilheimer Stadtmuseum eröffnet
Bald muss man Sorge um Plastiken haben, die bei Vernissagen im Hauptraum stehen. So eng nämlich geht es im Stadtmuseum in Weilheim zu, wenn eine Gemeinschaftsausstellung …
Kulturell bestens aufgestellt: Werkschau im Weilheimer Stadtmuseum eröffnet
Fünf Bäume für die Freundschaft  - und Penzbergs „Hannibal“ erhält bärige Gesellschaft
Er soll ein Zeichen sein für die enge Verbundenheit: Zusammen mit Vertretern der Partner- und Freundschaftsstädte weihten die Penzberger beim Stadtfest ihren neuen …
Fünf Bäume für die Freundschaft  - und Penzbergs „Hannibal“ erhält bärige Gesellschaft
Kommunalwahl 2020: Wer will Landrat werden? Erste Kandidaten stehen fest
Am 15. März 2020 wird bei der Kommunalwahl auch der Kreistag gewählt. Die große Frage: Wer will Landrat werden? Die Amtsinhaberin tritt sicher an. 
Kommunalwahl 2020: Wer will Landrat werden? Erste Kandidaten stehen fest

Kommentare