Auch Tote nach Einsturz der Autobahnbrücke in Italien

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Klar zu erkennen: die Blutspur.

Weilheim

Reifenschlitzer hinterlässt Blutspur 

Ein Reifenschlitzer trieb in der Nacht auf Sonntag in der Weilheimer Altstadt sein Unwesen, 21 geschädigte Autobesitzer hatten sich bei der Polizei bis Montagfrüh schon gemeldet. Inzwischen steht fest: Der Unbekannte hat sich wohl verletzt, darauf deutet eine auffallend große Blutspur hin.

Weilheim – Bei Bernd Schewe, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Weilheim, lag am Montagvormittag bereits ein dicker Akt. In diesem sind zig Sachbeschädigungen zusammengefasst, die mutmaßlich alle auf das Konto des gleichen Täters gehen: Reifen vorne links zerstochen, rechtes Hinterrad zerstochen, Rad rechts hinten zerstochen, beide linke Reifen zerstochen .... eine lange Reihe solcher Taten liest er vor. 21 Fälle wurden der Polizei bereits von Autobesitzern gemeldet. Dazu gab es noch andere: Bei einem Auto wurde der Außenspiegel abgeschlagen, bei einem anderen eine Delle in die Schiebetür getreten. Passiert ist das alles in der Nacht auf Sonntag, zugeschlagen hat der unbekannte Täter vor allem in der Pöltnerstraße und an der Ecke Pollinger Straße/Jahnstraße. Von dort wurden bisher die meisten Beschädigungen gemeldet.

Laut Laut Schewe verübte der Unbekannte die Reifenstechereien vermutlich mit einem Messer. Den Schaden bezifferte der Polizei-Vize gestern in jedem einzelnen Fall auf 150 Euro bis 200 Euro, an einem Wagen auf mindestens 1500 Euro.

Doch damit scheint die Serie noch kein Ende zu haben. Wie unser Mitarbeiter Andreas Bretting am Montag Früh beobachtete, mussten weitere Fahrzeuge mit zerstochenen Reifen abgeschleppt werden. „Das war ein Erstaunen bei den morgendlichen Einkäufern bei Metzgerei und Bäcker, alle fünf Minuten kam ein anderer Abschleppwagen in die Weilheimer Innenstadt“, berichtet Bretting: 9.15 Uhr kam ein gelber ADAC-Schlepper aus Landsberg, um einen weißen „Octavia“ abzuholen, der vor „Boneberger“ gestanden hatte. 9.20 Uhr rückte ein silberner Schlepper von „Auto Hörmann“ aus Penzberg an, um einen petrolfarbenen „Peugeot“ vom Kirchplatz abzuholen. 9.25 Uhr kam ein roter Abschleppwagen von „Auto Service Wittig“ aus Weilheim, um einen schwarzen „Fabia“ an der Admiral-Hipper-Straße abzuholen.

Auf den Unbekannten gibt es bisher zwei Hinweise: Zum einen die Blutspur, die auf eine heftige Verletzung schließen lässt. „Auffällig ist, dass die Blutspur so deutlich ist“, so Schewe. Zum anderen gibt es die Personenbeschreibung eines Zeugen, der ihn Sonntagfrüh an der Pöltnerstraße beim Zerstechen eines Reifens sah und daraufhin die Polizei rief. Die konnte allerdings nicht gleich anrücken, da die Streife zu der Zeit mit einer Körperverletzung befasst war, so Schewe. Der Zeuge beschrieb den Verdächtigen als schlank, rund 1,85 Meter groß, rund 25 Jahre und von westeuropäischem Aussehen. Die Polizei ergänzte diesen Zeugenaufruf am Montag. Sie fragt nun, ob jemandem im Bereich der Pöltnerstraße eine verletzte Person aufgefallen ist.

Ein vergleichbarer Fall mit so vielen Sachbeschädigungen in so kurzer Zeit, das ist Schewe schon lange nicht vorgekommen. Entsprechend harsch sind seit der ersten Veröffentlichung die Reaktionen in den sozialen Medien „In der Pütrichstraße gab es auch zerstochene Autoreifen, der Typ muss noch weitergezogen sein“, schreibt ein User im Internet. „Einige finden es total lustig wenn fast jede Nacht randaliert wird. Machen wohl selber mit? Nicht schlimm wenn Reifen zerstochen werden, usw... Allerdings alles nur so lange sie selbst davon nicht betroffen sind. Dann ist plötzlich Schluss mit lustig“, ein anderer

.gre

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