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Stehen auf Schwarz-Weiß, zumindest beim Bandfoto: Die „Rough Diamonds“, von links Gitarrist Matthias Heilmeier, Bassist Andreas Hoppe, Sängerin Hannelore-Marie Best und Schlagzeuger David Bischof. 

Serie „Bandprobe“

Rockende Rohdiamanten

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Die Region rockt – das zeigt unsere Serie „Bandprobe“, die in loser Folge Musikgruppen aus dem Landkreis vorstellt. Heute: „Rough Diamonds“.

Weilheim2018 rockten sie sämtliche Jugendzentren an Lech und Ammer, aber auch die große Bühne des „Böbing Open Airs“. Und das waren ja schon immer gute Adressen, um Bands zu entdecken, die womöglich bald weit über den Landkreis hinaus strahlen. Dass „Rough Diamonds“ so ein Fall sind, zeigt seit ein paar Wochen auch ein Musikvideo auf YouTube. „Dancing on the Edge“ ist dort zu sehen, zu hören und zu spüren: ein ambitioniertes, raues Stück Alternative Rock, das ebenso gut aus England oder den USA stammen könnte.

Es kommt aber mitten aus dem Oberland: Dreh- und Angelpunkt ist die in Bernbeuren lebende Sängerin und Schauspielerin Hannelore- Marie Best (28), aus Wessobrunn stammt Gitarrist Matthias Heilmeier (29, Elektroniker), aus Geretsried Bassist Andreas Hoppe (52, Kfz-Mechaniker) und aus Murnau Schlagzeuger David Bischof (35, Elektrotechniker). Selbstbeschreibung der Band in einem Satz: „Mal laut und garstig, mal melodisch und gefühlvoll, aber immer unverwechselbar rough!“.

Und Humor haben die Musiker, die gerade am ersten Album arbeiten, auch – wie manche Antwort auf unsere Fragen zeigt:

Wann gegründet – und warum?

David: 2016, weil ohne Musik im Leben einfach gar nichts geht.

hanne: Und ich dachte, damit wir runter sind von der Straße...

Was ist die Mission von „Rough Diamonds“?

Andreas: Den Zuhörern ein gutes Gefühl geben und ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.

Matthias: Dem Publikum ermöglichen, durch einen Konzertbesuch ein Teil von uns zu sein und eine tolle Zeit zu haben, mit „La Famiglia“.

David: Müsste hier nicht „Die Weltherrschaft“ stehen? Hanne?

Hanne: Ja, „Weltherrschaft“ wäre schon geil, aber was die Jungs hier sagen, klingt irgendwie schöner.

Zwischen welche Bands/CDs gehört „Rough Diamonds“ im Plattenregal?

David: Wir beugen uns keinem Genre... Aber irgendwo zwischen den Indie-, Alternative- und Grunge-Platten.

Andreas: Zwischen den Bands, die mit R anfangen...?

Hanne: Ich finde, wir gehören in die Nähe „Paramore“, „Die Happy“, „No Doubt“ und der anderen Bands mit jähzornigen Frontmädchen.

Wer hört „Rough Diamonds“ bisher?

Andreas: Live hören uns bisher hauptsächlich Leute aus Oberbayern und Umgebung.

Hanne: Aber online hören uns unsere Freunde auf der ganzen Welt.

David: Genauer gesagt 40 Leute in den Staaten, zwei in Griechenland, weitere fünf Personen in Spanien und 15 in Neuseeland.

Wer sollte „Rough Diamonds“ unbedingt mal hören?

Matthias: Jeder sollte mal reinhören.

Andreas: Alle Freunde der Rockmusik.

Hanne: Und vor allem erzürnte junge Frauen.

Ein Song, mit dem man „Rough Diamonds“ am besten kennenlernt?

Matthias: Schwierig zu sagen, da jeder Song seine Facetten hat, die uns auszeichnen. Ich würde sagen „Dancing on the Edge“, weil der „Tanz am Abgrund“ oder besser „die Gratwanderung“ als zentrales Thema in unserem Songwriting präsent ist.

Andreas: Ich finde auch, „Dancing on the Edge“ beschreibt uns am besten.

David: Oder aber WTF?

Hanne: Hmmm, kann ich nicht so genau sagen, aber der Song, der am meisten über meine Psyche sagt, ist wohl „Haunted“.

Eine Textzeile, die viel über „Rough Diamonds“ sagt?

Matthias: „Demons I gotta work with are pain, love, hate and fear“...?

Hanne: Nee, Matthias, der hier: „With you I’m indestructible, invincible unbreakable and strong“ – den Text hab’ ich sogar extra für euch Blödies geschrieben.

Höhepunkt der bisherigen Karriere?

Matthias: Jeder Autritt ist gewissermaßen ein Karrierehöhepunkt, da der Konzertbesucher kommt, um uns zuhören.

David: Dass wir uns gefunden haben. So als Band.

Hanne: Die größte Veranstaltung für uns war vermutlich das „Böbing Open Air“ vergangenes Jahr. Und für uns persönlich war die Veröffentlichung unseres ersten Musikvideos zu „Dancing on the Edge“ ein Riesending.

Ein Werbespruch für „Rough Diamonds“?

David: Get closer, get rough.... be a diamond.

Matthias: WTF.

Hanne: Diamanten entstehen unter Druck. Unter Druck setze ich diese Typen gerne.

Freunde?

David: Kann man nie genug haben.

Andreas: Sind schon ein paar.

Hanne: Laut Insta 1500.

Feinde?

David: Gilt es früh genug zu eliminieren.

Andreas: Feinde? Würden sie sich die Texte reinziehen, vermutlich Hannes Ex-Freunde.

Hanne: Oh, nicht nur die...

Wo steht „Rough Diamonds“ in zehn Jahren?

David: Wenn nicht auf der Bühne, dann hoffentlich zumindest in der Presse.

Andreas: Egal, wo wir in zehn Jahren stehen dürfen: Hauptsache, es rockt noch.

Hanne: Hoffentlich auf riesigen Bühnen und in der Klatschpresse.

Magnus Reitinger

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