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Meist ruhiges Silvester – aber Kapelle beschädigt und Briefkasten gesprengt

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Von: Boris Forstner

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Feuerwerk Silvester 2021
Teilweise wurde an Silvester trotz Verkaufsverbot kräftig geböllert und Raketen gezündet, wie der Blick vom Weilheimer Gögerl beweist. © EMANUEL GRONAU

Ohne große Feiern und dem Böller- und Raketen-Verkaufsverbot war es das absehbar ruhige Silvesterfest im Landkreis Weilheim-Schongau. Allerdings gab es drum herum den ein oder anderen Vorfall, der die Polizei beschäftigt hat.

Bei allen drei Polizeidienststellen im Landkreis gab es an Neujahr die selbe Aussage: „Wir hatten kaum Einsätze“ und „es war sehr ruhig“ fiel die Zusammenfassung der Polizeiinspektionen Weilheim, Schongau und Penzberg kurz und knapp aus. Nur zwei Meldungen mit Silvester-Bezug haben es in den Weilheimer Polizeibericht geschafft.

Briefkasten-Splitter beschädigten Auto

Demnach hat ein bisher unbekannter Täter in einem Briefkasten eines Mehrfamilienhauses im Weilheimer Eichenweg gegen 22 Uhr am Silvesterabend einen Böller detonieren lassen. Durch den Druck zerlegte sich der Briefkasten laut Polizei in mehrere Stücke, die teilweise auf den auf der Straße geparkten Pkw schleuderten und dort Kratzer verursachten. An Briefkasten und Pkw entstand ein Sachschaden in Höhe von 1250 Euro.

In der Silvesternacht feierten Unbekannte auf einer Anhöhe östlich des Gut Dietlhofen, etwa mittig zwischen Gut Dietlhofen und Schörghof an einer Bank am Waldrand. Nachdem scheinbar die Sitzgelegenheiten ausgingen, schlugen der oder die Täter an der etwa 200 Meter entfernten Kapelle die Scheibe ein und entwendeten aus dieser Hocker, welche bei der Sachverhaltsaufnahme im Bereich der Bank wieder aufgefunden werden konnten. Der Schaden wird auf etwa 300 Euro geschätzt. Hinweise zu den beiden Fällen nimmt die Polizeiinspektion Weilheim unter Tel. 0881/6400 entgegen.

Knaller aus fahrendem Auto geworfen

Bereits einen Tag vor Silvester wurde auf dem Trifthofanbinder in Weilheim geknallt. Gegen 16.15 Uhr fuhr ein 47-jähriger Weilheimer am Donnerstag in südöstlicher Richtung, als aus dem geöffneten Beifahrerfenster eines vor ihm fahrenden schwarzen Seat mit Münchener Kennzeichen ein Silvesterkracher geworfen wurde. Dieser landete auf dem Grünstreifen neben der Fahrbahn und detonierte genau in dem Moment, als der Weilheimer mit seinem Auto daran vorbeifuhr. Der 47-Jährige und seine Beifahrerin erschraken stark, der Weilheimer verriss sein Lenkrad. Glücklicherweise kam es zu keinem Verkehrsunfall, so die Polizei. Über das Kennzeichen des schwarzen Seat werden nun durch die Polizeiinspektion Weilheim Ermittlungen wegen gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr eingeleitet.

Keinen guten Start ins neue Jahr hatten auch zwei Hundehalter, die in Huglfing in Streit gerieten. Gegen 15.35 Uhr am Samstag war im Friedhofsweg ein 39-jähriger Huglfinger mit seinen zwei unangeleinten Hunden spazieren, als plötzlich laut Polizeibericht einer seiner Hunde den angeleinten Hund einer 58-jährigen Habacherin angriff. Anschließend kam es zu einem verbalen und nach derzeitigem Ermittlungsstand auch handgreiflichen Streit der beiden Personen, bei dem die Habacherin verletzt wurde. Gegen den 39-jährigen Huglfinger wird nun unter anderem wegen Körperverletzung ermittelt.

Auch Betrunkene wurden erwischt

Dass an Silvester auch Alkohol konsumiert worden ist, zeigt der Fall einer 21-jährigen Weilheimerin, die am Neujahrstag um 2.15 Uhr im Ortsgebiet von Oderding einer Verkehrskontrolle unterzogen wurde. Da durch die Beamten Alkoholgeruch wahrgenommen werden konnte, wurde mit der jungen Frau ein Atemalkoholtest durchgeführt, der einen Wert deutlich über 0,5 Promille ergab. Die 21-Jährige erhält eine Anzeige und muss demnächst mit einem Fahrverbot rechnen, so die Polizei.

Bei einer weiteren Trunkenheitsfahrt stellt sich die Frage: Hat er an Neujahr fleißig weiter gepichelt? Oder dachte er, er wäre schon wieder nüchtern? Fakt ist, dass der Polizei Schongau am Samstag gegen 15 Uhr ein Autofahrer gemeldet wurde, der auf der B 17 in Schlangenlinien unterwegs sei. Der auffällige Verkehrsteilnehmer wurde in Schongau einer Verkehrskontrolle unterzogen. Da bei dem 52-jährigen Fahrer aus dem Landkreis Unterallgäu ein deutlicher Alkoholgeruch wahrnehmbar war, wurde ein Alkotest durchgeführt – und der erbrachte stolze 1,62 Promille. Daraufhin wurde im Krankenhaus eine Blutentnahme durchgeführt und der Führerschein sichergestellt, so die Polizei. Den alkoholisierten Verkehrsteilnehmer erwartet nun eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr.

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