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So soll „Hotel & Resort Schloss Hirschberg“ aussehen: Die Terrassen sind der geplante Neubau mit 149 Zimmern und Spa.

Weilheim

Ein Luxus-Hotel über dem Haarsee?

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Weilheim - Schloss Hirschberg am Haarsee soll ein Luxus-Gesundheitshotel werden. Investoren aus Hamburg wollen einen Neubau mit 149 Doppelzimmern.

Von einem „herausragenden Projekt für unsere Kommune und für die ganze Region“ schwärmte etwa BfW-Sprecher Dr. Claus Reindl im Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates, wo diese Woche ein Vertreter der potenziellen Investoren und die Architektin ihr Konzept für „Hotel & Resort Schloss Hirschberg“ vorstellten. Die Pläne der „HAGE GmbH & Co KG“ sind wahrlich groß: Neben dem 1907 bis 1909 erbauten, denkmalgeschützten Schloss (1300 Quadratmeter Nutzfläche) will die Investorengruppe auch „sämtliche dazu gehörenden Wald- und Wiesenflächen“ (26,5 Hektar) erwerben. Entstehen soll dort ein Hotel mit „internationalem Fünf-Sterne-Charakter“, wie Gerd Ruge erklärte. Der Hamburger war lange Manager bei der Luxushotelkette „Kempinski“ und betreut nun das „Projekt Hirschberg“ für die Gruppe um den Iraner Ahmad Djabbari. Bei den Investoren handle es sich um „sehr seriöse Kaufleute“, betonte Ruge auf Nachfrage von Grünen-Stadtrat Alfred Honisch, „ihre Firmen sitzen alle in Deutschland“. Und Sitz des Unternehmens „Hotel & Resort Schloss Hirschberg“ werde Weilheim.

Das von Annelie Gröber als letzter Eigentümerin aufwändig sanierte, auch mit einer Tiefgarage versehene Schloss soll nach Vorstellung der Investoren den Empfang, Gastronomie, Tagungsräume und einige noble Suiten, etwa eine „Hochzeitssuite“, beherbergen. „Der bei weitem größere Teil“ des Hotels bedürfe eines Neubaus, heißt es im Konzept – dieser soll sich „harmonisch an den südlichen Hang des Schlossbergs anschmiegen“ und per unterirdischem Gang mit dem Schloss verbunden werden: Über sechs unterschiedlich große Ebenen sind Terrassenbauten „mit ganz viel Grün, viel Glas und Holz“ geplant, so Architektin Astrid Bohne – „sehr reduziert und modern“. 149 Doppelzimmer und Suiten sollen es dort werden („wir wollen explizit unter 150 bleiben, um ein Raumordnungsverfahren zu vermeiden“), dazu kommt ein Spa-Bereich mit „Waldsauna“.  Landschafts- wie Denkmalschutz wolle man „in maximaler Weise“ gerecht werden, sagte Bohne. Das 22 Meter über dem Gelände thronende Schloss werde „absolut freigestellt“, von den Neubau-Anlagen werde aus allen wichtigen Perspektiven „nahezu nichts ersichtlich sein“. Gäste sollen von der Seeshaupter Straße über die bestehende Allee, Personal und Zulieferer von der Antdorfer Straße zufahren.

Mit laut Ruge rund 150 Angestellten will das „Hotel & Resort“, wie es im Konzept heißt, „Gesundheitskompetenz und vollendeten Lifestyle“ zusammenführen. Für das „ganzheitliche medizinische Konzept“, auf Prävention ausgerichtet, wolle man „eng mit Kliniken und Ärzten vor Ort zusammenarbeiten“, sagte Ruge. Das Schloss biete sich außerdem „für Hochzeiten, Kommunionen, Familienfeiern“ an, so werde es „nach 110 Jahren erstmals für die Öffentlichkeit geöffnet“; im Sommer ist ein Biergarten vorgesehen. Für das Gesamtprojekt sei man mit vier potenziellen Betreibern im Gespräch. „Wir wollen etwas schaffen, das weit über die Region hinaus bekannt wird“, so Ruge. Ein „Leuchtturmprojekt“ sähe auch Jutta Liebmann, Leiterin des Amts für Standortförderung, Kultur und Tourismus, in dem Vorhaben: Solche „Healing Hotels“ seien „sehr zukunftsträchtig“, Weilheims Flur würde ein „touristisches Alleinstellungsmerkmal“ bekommen. Weil dem Bauausschuss zudem die „vernünftige, gefühlvolle Planung“ gefiel, votierte er einstimmig dafür, die nötigen Verfahren einzuleiten. Entscheiden wird darüber der Gesamt-Stadtrat.

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