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Die besten Nachwuchs-Börsianer des Planspiels mit Sparkassen-Direktor Josef Koch (l.).  

„Planspiel Börse“

Schüler machen mit „Tesla“ Gewinn

Beim „Planspiel Börse“ der „Sparkasse Oberland“  gab es heuer einen Sonderpreis. Er wurde  für die renditestärkste nachhaltige Geldanlage vergeben.

Weilheim – Das „Planspiel Börse“ der Sparkassen, in dem Schüler aller Schulen die Möglichkeit haben, ihr Börsentalent mit einer virtuellen Spekulation zu testen, gibt es seit 35 Jahren. Neu war heuer, dass auch Schongauer bei der Preisverleihung in Weilheim dabei waren. Grund dafür ist die Fusion der beiden Sparkassen im Landkreis zur „Sparkasse Oberland“, wie Direktor Josef Koch am Montag im Sparkassenforum erklärte. 205 Schülergruppen aus dem Geschäftsgebiet der neuen „Sparkasse Oberland“ hatten teilgenommen.

Das Planspiel lief so: Mit einem virtuellen Startgeld von je 50.000 Euro kauften sie Wertpapiere, um zwischen dem 27. September und den 13. Dezember möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Ziel des Planspiels ist laut Koch der öffentliche Auftrag an die Sparkassen „an der Wirtschaftserziehung der Jugend mitzuwirken“. Dabei soll neben wirtschaftlichem Grundwissen und der Funktionsweise der Börse auch der verantwortungsvolle Umgang mit Geld und der Nachhaltigkeitsgedanke vermittelt werden. Und so habe es auch eine Auszeichnung und einen Sonderpreis von 100 Euro für die renditestärkste nachhaltige Geldanlage gegeben.

Diesen erhielt das Team „Die 4 Maschinen“ des Weilheimer Gymnasiums. „Den Gewinn haben wir mit ,Tesla’ gemacht“, so der Sprecher der Teams Paul Ponschab. Der Grund sei gewesen, „dass wir die Firma mochten“. Die 1507,60 Euro Gewinn, die die drei 15-Jährigen erzielten, seien auch tatsächlich über „Tesla“, ein Unternehmen, das Elektro-Autos baut, erzielt worden. Die anderen Aktien hätten „ungefähr plus minus null“ ergeben.

Sieger von „Planspiel Börse“ wurde ein Team des Weilheimer Gymnasiums, das einen Gewinn von knapp 3900 Euro erzielte, was 7,8 Prozent des eingesetzten Spielgelds entspricht. Dafür erhielten sie ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Den zweiten Platz belegten drei Schülerinnen, die den sozialen Zweig des Welfengymnasiums in Schongau besuchen. Laut Team-Sprecherin Franziska Bertl setzte die Gruppe auf das Prinzip „Abwarten“. Sie haben demnach alle Aktien am Anfang gekauft und nur einmal eine Aktie verkauft, deren Kurs fiel. Bei der Auswahl der Aktien suchten sie Firmen, deren Produkte saisonal bedingt gefragt sein könnten. „Amazon, weil Weihnachtsgeschenke gekauft werden, und BMW, weil das ein gutes Winterauto ist“, so Bertl. Mit den 300 Euro Preisgeld wollen die jungen Frauen einen Einkaufsbummel machen – in der realen Welt.

Im Mittelfeld der zehn prämierten Sieger lagen mit knapp 2200 Euro Gewinn Lea Letzing und Leonie Hallmann. Die Schülerinnen des Penzberger Gymnasiums stimmen darin überein, dass der Wettbewerb „eine gute Hilfe für das spätere Leben ist“. An dem Wettbewerb nahmen auch Auszubildende der Sparkasse teil. Sie liefen allerdings außer Konkurrenz. Sieger wurden Dominik Vicario und Georg Sönning aus Peiting.

Die Platzierungen

Die zehn Besten beim „Planspiel Börse 2017“ der „Sparkasse Oberland“:

1. „Topauktionäre am Start“: 53 894,13 Euro (Gymnasium Weilheim,
2. „KFC 611“: 53.006,53 Euro (Welfen-Gymnasium)

3. „MJP“: 52.976,87 Euro (Gymnasium Weilheim),

4. „Lamia“: 52.881,36 Euro (Gymnasium Weilheim),

5. „The PokerBoys“:
52.880,75 Euro (Gymnasium Penzberg),

6. „Euro DoppelL“: 52 192,31 Euro (Gymnasium Penzberg), 7. „Eskimos“: 52.102,42 Euro (Wilhelm-Conrad-Röntgen Mittelschule Weilheim),

8. „Die Helden der LF und Flo“: 51 984,12 Euro (Gymnasium Weilheim),

9. „Börsen Buddys“: 51.952,13 Euro (Welfen-Gymnasium Schongau),

10. „Aktiengesellschaft 95“: 51.894,93 Euro (Welfen-Gymnasium Schongau).

Das Startkapital für die Gruppen lag jeweils bei 50.000 Euro.
Nachhaltigkeits-Preis: „Die 4 Maschinen“ (Gymnasium Weilheim).

Azubi-Wettbewerb: „Börsen Wackis Peiting“ (Sparkasse Oberland).

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