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Während des ersten Halts eines ICE im Weilheim stießen die „Pro Bahn“-Mitglieder um Norbert Moy (vorne, 2. von links) mit Weilheims 2. Bürgermeister Horst Martin (links) und Stefan Frenzl von der Standortförderung (r.) auf das Angebot der Bahn an.

Seit Samstag hält er in  Weilheim

Der erste  ICE war schon da

Champagnerstimmung herrschte am Samstag beim Fahrgastverein „Pro Bahn“.  Ab sofort halten samstags vier ICE-Züge in Weilheim, die eine direkte Verbindung in die Metropolen Deutschlands herstellen.

Weilheim –  Auch wenn die samstäglichen ICE-Halte für die Weilheimer Pendler eher von symbolischer Bedeutung sind, so sind sie laut „Pro Bahn“ doch eine Aufwertung für die Stadt. Vor zehn Jahren, am 9. Dezember 2007, wurden auf der Werdenfelsstrecke die IC-Verbindungen „Karwendel“ und „Alpenland“ eingestellt, die auch in Weilheim Halt machten. ICE-Halte gab es in Weilheim wegen der fehlenden Infrastruktur noch nie, obwohl die Stadt schon 1995 darauf hingearbeitet hat.

Der erste, mit Reisenden gut besetzte ICE mit der Nummer 1127 kam am Samstag mit einer leichten Verspätung in Weilheim an. 12.57 hätte er einfahren sollen, um 13.05 lief er auf Gleis 3 ein, wo er von der rund ein Dutzend Mitfahrer umfassenden Gruppe schon erwartet wurde und wo er zwei Minuten Aufenthalt hat. Er war um 6.14 Uhr in Dortmund mit Ziel Garmisch-Partenkirchen abgefahren.

Der stellvertretende Weilheimer Bürgermeister Horst Martin, der die elfminütige Premierenfahrt von Weilheim nach Murnau mitmachte, sieht in dem ICE-Halt in der Stadt „ein bisschen Luxus für Weilheim“. Der Zug fahre sehr ruhig und biete mit seinem Bordservice ein schönes Reiseerlebnis, stellte er fest. Der Halt in Weilheim sei eine deutliche Aufwertung der Stadt „als Mobilitätsdrehscheibe des Oberlands“. Um der Bedeutung der Bahn gerecht zu werden, werde im kommenden Frühling mit der Neugestaltung des Bahnhofsbereichs begonnen. Dort sind ein Busbahnhof für Regional- und Stadtbusse sowie Taxistände und Abstellplätze für 600 Fahrräder geplant. Trotz seiner Zufriedenheit mit den Fortschritten der Bahn hat Martin noch zwei große Wünsche: „tägliche ICE-Halte und ein zweites Gleis nach Tutzing“.

Standortförderer Stefan Frenzl findet es „eine tolle Sache“, dass Weilheim jetzt bequem von vielen Städten Deutschlands aus direkt zu erreichen ist. Dies sei für den Tourismus wichtig. Norbert Moy von „Pro Bahn“, der die Premierenfahrt für Mitglieder des Vereins und die Stadt organisiert hatte, rechnet damit, dass die gute Direktverbindung einige Urlauber aus deutschen Großstädten dazu bewegen wird, vom Auto auf die Bahn umzusteigen. Auch für Bürger aus Weilheim, die Städtereisen planen, sei eine Bahnfahrt mit einem der beiden ICEs eine attraktive Alternative zur Autofahrt.

Der ICE war der erste überhaupt, der in Weilheim hielt. Er kam über Essen, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Würzburg, Nürnberg, München nach Weilheim, um von dort nach Garmisch-Partenkirchen zu fahren, wo er laut Plan um 13.42 Uhr ankommt. Auf der Rückfahrt hält er als ICE 620 um 14.58 Uhr in Weilheim und erreicht um 21.42 Uhr Dortmund.

Der zweite Zug fährt als ICE 1507 in Hamburg-Altona ab und über Berlin, Leipzig, Erfurt, Bamberg, Nürnberg, München und Weilheim ebenfalls nach Garmisch-Partenkirchen, wo er um 14.47 Uhr ankommt. Auf der Rückfahrt fährt er als ICE 1504 um 15.58 Uhr in Weilheim ab und kommt um 23.51 Uhr in Hamburg-Altona an.

Insgesamt sind mit den beiden neuen Zugpaaren von Weilheim aus ohne Umsteigen 25 Bahnhöfe in 20 Großstädten sowie die Nachbarorte Tutzing, Murnau, Oberau und Garmisch-Partenkirchen zu erreichen.

st/gre      

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