Ab jetzt „barrierefrei“: Ministerialdirektor Michael Höhenbe rger (Mitte, rote Krawatte) mit Landrätin Andrea Jochner-Weiß bei der Übergabe des Signets im Gesundheitsamt. 

Signet verliehen

Gesundheitsamt hat Barrierefreiheit schriftlich

Das Gesundheitsamt in Weilheim ist nun offiziell barrierefrei.  Ministerialdirektor Michael Höhenberger übergab das Signet bei einer Feier.

Weilheim/Landkreis Ab sofort kann das Gesundheitsamt seine Räume im 2. Stock des Sparkassengebäudes in Weilheim mit dem Signet „Bayern barrierefrei“ schmücken. Ministerialdirektor Michael Höhenberger überreichte die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde mit Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Noch-Amtsleiter Dr. Karl Breu, der Behindertenbeauftragten des Landkreises, Katharina Droms, die die Auszeichnung beantragt hatte, sowie den Mitarbeitern des Amtes.

Anfangs sei der Begriff „Inklusion“ überhaupt noch nicht bekannt gewesen, skizzierte Breu in seiner Begrüßung die allgemeine Entwicklung seit Ministerpräsident Seehofer in seiner Regierungserklärung 2013 die Barrierefreiheit innerhalb von zehn Jahren gefordert hatte. Nicht zuletzt durch die Arbeit eines Teams seien inzwischen nicht nur „die meisten Arztpraxen im Landkreis barrierefrei“. Auch dank der Mithilfe von Betroffenen sei „die Inklusion inzwischen zu einem selbstverständlichen Wegbegleiter geworden“.

So habe beim Umzug des Gesundheitsamtes in das Sparkassengebäude die Barrierefreiheit „von Anfang an als Priorität im Mittelpunkt“ gestanden. Die Behindertenbeauftragte Droms lobte Petra Regauer und Ingo Remesch vom Gesundheitsamt. Man könne „stolz auf das Gesundheitsamt blicken“, aber „ohne solche Mitarbeiter wären wir nicht so weit, wie wir sind“. Landrätin Jochner-Weiß , die sich für Droms’ „Energie und Elan“ bedankte und Remesch als sozial stark eingestellte „Wunderwaffe“ titulierte, freute sich über „das erste Gebäude, von dem wir behaupten können, es ist rundum barrierefrei“.

Als Beleg für weiter geplante Aktivitäten in dieser Richtung kündigte sie die Schaffung einer halben Architektenstelle ab nächstem Jahr an, die auf die diesbezügliche Begutachtung aller Gebäude abzielt. Barrieren seien „ein Stück weit Demütigungen“, so Ministerialdirektor Höhenberger in seiner Festansprache. Für 2015 bis 2018 stünde für entsprechende Aufgaben ein Investitionsvolumen von fast 430 Millionen Euro zur Verfügung.

Höhenberger erwähnte unter anderem die Unterstützung von Kommunen für die Barrierefreiheit ihrer Schulen und Kindertagesstätten, „bisher über 1000 Maßnahmen an staatlichen Gebäuden“ sowie die Anschaffung von 800 barrierefreien Linienbussen mit Hubliften.

Der Regierungsvertreter lobte schließlich die Maßnahmen des Gesundheitsamtes und überreichte das Signet als „Annerkennung für großartiges Engagement“, aber auch als „Ansporn“, noch mehr für Barrierefreiheit zu tun. 

gro

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