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Waren bei der Vertragsunterzeichnung bester Laune, vorne von links: Josef Koch, Markus Loth, Andrea Jochner-Weiß, Alexander Schmitz. Hinten von links: Thomas Orbig, Rolf Beuting (Bürgermeister Murnau), Markus Lanz, Michael Lautenbacher und Manuela Vanni (Bürgermeisterin Peißenberg). Elke Zehetner (Penzberg) war verhindert. 

weilheim/Schongau

„Sparkasse Oberland“ aus der Taufe gehoben

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Weilheim - Es war ein historischer Augenblick gestern Vormittag in der Weilheimer Sparkasse. Mit dem Unterschreiben des Fusionsvertrags wurde das Ende der „Vereinigten Sparkassen Weilheim“ und der „Kreissparkasse Schongau“ besiegelt. Zugleich wurde die „Sparkasse Oberland“ aus der Taufe gehoben.

Ab 1. Januar gilt die Fusion als rechtlich vollzogen, relevant wird sie zum 1. April. Die „Sparkasse Oberland“ wird mit einer Bilanzsumme von 2,5 Milliarden Euro das „größte regionale Geldinstitutes südlich von München“ sein, wie Weilheims Bürgermeister Markus Loth stolz sagte. Loth ist die ersten zwei Jahre Vorsitzender des neuen Verwaltungsrates, ehe Landrätin Andrea Jochner-Weiß ihn für ein Jahr übernimmt. Die Träger der „Sparkasse Oberland“ sind die Weilheim (38,5 Prozent), der Landkreis (30), Murnau (14), Peißenberg (10,5) und Penzberg (7).

Im Alltag wird sich vor allem für die Kunden im Schongauer Land etwas ändern. Sie bekommen, so der Schongauer Sparkassenchef Alexander Schmitz, neue IBANs und ab Herbst auch neue Karten, die ab 24. September 2017 gelten. Wer weiter seine gewohnte IBAN verwende, habe aber nichts zu befürchten.

Wenn die Karten ausgetauscht werden, dann haben Schmitz und der Schongauer Vorstand Michael Lautenbacher bereits ihren Arbeitsplatz gewechselt: Sie werden ab Sommer ihr Büro in Weilheim haben. Zusammen mit Thomas Orbig, Markus Lanz und Josef Koch bilden sie den fünfköpfigen Vorstand der „Sparkasse Oberland“, wobei Koch, der im April 2018 in Rente geht, Vorsitzender sein wird. Langfristig sind laut Loth drei Vorstände das Ziel.

Wo die Mitarbeiter der zusammenzuführenden Sparkassen-Abteilungen wie Revision, Vertrieb oder auch Marketing arbeiten, wird laut Weilheims Sparkassen-Chef Josef Koch demnächst festgelegt. Sicher aber sei, und das war nicht nur Schmitz wichtig zu betonen: Die Beratungskompetenz bleibt in Schongau, und zwar so

wohl für die Privat-, als auch die Firmenkunden. Sie müssten nicht nach Weilheim pendeln.

Das Zusammenfassen der beiden seit über 150 Jahren bestehenden Sparkassen soll Einspar- und Synergieeffekte nach sich ziehen, kostet aber auch. Auf rund 1,6 Millionen Euro schätzt Koch die Ausgaben für die ersten zwei bis drei Jahre. Die würden sich aber schnell amortisieren, war er sich sicher.

Nichts ändern wird sich laut Loth für die Verwaltungsräte. Der der „Sparkasse Oberland“ werde aus den Gremien der beiden noch bestehenden Sparkassen mit Stadt- und Gemeinderäten aus Weilheim. Murnau, Peißenberg und Penzberg sowie Kreisräten gebildet. Finanziell werden sie von der neuen, größeren Sparkasse demnach nicht profitieren. Da die Einkommen der Verwaltungsratsmitglieder über der Kappungsgrenze liegen, müssen sie Mehreinnahmen abführen. Auch die Gehälter der Vorstände würden nicht, wie kolportiert, steigen. Im ersten Jahr blieben sie unverändert, so Loth, anschließend würden sie gestaffelt erhöht.

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