+
Gemeinsamer Spatenstich für den Breitbandausbau: Annette Schumacher „atene KOM“ (links) mit dem stellvertretenden Landrat Karl-Heinz Grehl (4. v. l.), CSU-Landtagsabgeordneten Harald Kühn (8. v. r.), Bürgermeister Markus Loth (7. v. r.), Peter Müller (6. v. r.) und André Behre (7. v. l., beide Stadtwerke) und Enrico Hesse von „inexio“ (rechts.).

Projekt „Breitbandausbau für Weilheim“

Spatenstich für Breitbandausbau: Weilheim bekommt schnelles Internet

  • schließen

Glasfaser-Internet für Weilheimer Haushalte, Unternehmen und Schulen soll Realität werden. Nun starteten die Baumaßnahmen mit einem offiziellen Spatenstich.

Weilheim – Ab jetzt wird gegraben: Der offizielle Startschuss für das Projekt „Breitbandausbau für Weilheim“ ist gefallen. „Jetzt kommt das ,Baby’ Breitband auf die Welt. Wir freuen uns, in Zukunft 300 000 Haushalte mit schnellem Internet versorgen zu können“, erklärt Bürgermeister Markus Loth am Freitagvormittag beim Spatenstich vor dem Tennisclub Weilheim.

Nach der aktuellen Planung wird das „Netz der Zukunft“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Müller, bis zum Jahr 2019 zur Verfügung stehen. Sogenannte „weiße Flecken“, also Gebiete in Weilheim, in denen Haushalte oder Unternehmungen momentan eine langsame Datenübertragung von unter 30 oder 50 MBit pro Sekunde haben, werden dann mit Glasfaser versorgt werden. Das gilt für Internet, Telefon und TV.

Bauphase soll 2019 abgeschlossen sein

„Natürlich kann es gerade im Bereich ,Tiefbau’ immer Überraschungen geben – doch wir sind zuversichtlich, dass die Bauphase bis 2019 abgeschlossen ist“, sagt Loth. Mit den nun beginnenden Tiefbauarbeiten ist die Firma „Georg Kölbl GmbH & Co. KG“ beauftragt. Sie gewann die europaweite Ausschreibung und wird sich auch um oberirdische Einrichtungen, wie etwa die Installation von Schalt- und Verteilerkästen, kümmern.

Beim offiziellen Spatenstich, zu dem Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Müller einlud, waren neben Vertretern aus der Politik wie dem CSU-Landtagsabgeordneten Harald Kühn und dem Stellvertretenden Landrat Karl-Heinz Grehl (Grüne) auch weitere Partner des Projektes „Breitbandausbau“ anwesend.

Auch Partner der Stadtwerke waren beim Spatenstich vor Ort 

Enrico Hesse vertrat die „inexio GmbH“ aus Saarlouis, die in einer weiteren Ausschreibung als Provider gewonnen werden konnte, Annette Schuhmacher war von „atene KOM“ mit Sitz in Berlin und München vor Ort. Die Agentur ist als Bewilligungsbehörde für das Breitbandförderprogramm des Bundes tätig.

„Nicht nur die Haushalte in Weilheim, sondern auch die Schulen werden zukünftig mit schnellem Internet versorgt werden – mit Glasfasertechnik werden sie bestens für die Digitalisierung gerüstet sein“, so Schumacher beim Spatenstich.

Das sind die Kosten für das Breitband-Projekt 

Die Investitionskosten für das Projekt liegen bei 4,7 Millionen Euro – 50 Prozent sind Fördermittel aus dem Bundesförderprogramm. Zusätzlich dazu kommen 620 000 Euro aus dem Landesförderprogramm.

Begonnen haben die Planungen im Jahr 2015. Seit Anfang 2017 hat der Weilheimer Stadtrat die Aufgabe an die Stadtwerke Weilheim „Energie GmbH“ unter Projektleiter André Behre übertragen. Nun steht dem Breitband-Projekt nichts mehr im Wege.

Lesen Sie auch: 

Kriminalität im Landkreis: Weniger Einbrüche, mehr Drogendelikte. 

Von Marion Neumann

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Überwachung als Erfolg
Dass man Einblicke bekommt in die Arbeit des weltbekannten Hochtechnologie-Unternehmens EMT mit Stammsitz in Penzberg, ist selten. Anlässlich seines 40-Jährigen …
Überwachung als Erfolg
Altes Forstamt: Anbau statt Abriss
Dass sich alle Gemeinderatsmitglieder geschlossen über einen Bauantrag freuen, gibt es selten. In der jüngsten Sitzung des Hohenpeißenberger Gemeinderates war genau das …
Altes Forstamt: Anbau statt Abriss
Riesige Grünzone darf jetzt zugebaut werden - mitten in der Stadt
Das große Garten-Areal, das sich vom Krumpperplatz Richtung Süden zieht, darf massiv bebaut werden. Weilheims Bauausschuss hat das jetzt abgesegnet – trotz Kritik an …
Riesige Grünzone darf jetzt zugebaut werden - mitten in der Stadt
Schützenhilfe aus Berlin
Wie geht es weiter mit der Beschleunigung der Pfaffenwinkelbahn und dem barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe? Nachdem die Schongauer Nachrichten im August über …
Schützenhilfe aus Berlin

Kommentare