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SPD: Absage an jede Form von Weilheimer Umfahrung - „viel zu teuer und nicht mehr zeitgemäß“

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Von: Magnus Reitinger

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Umfahrungsvarianten Weilheim
Diese Umfahrungsvarianten (rote Linien) für Weilheim sind im Rennen – wobei es für die Osttrassen (rechts) sechs Untervarianten gibt. © Grafik: Staatliches Bauamt

Die SPD Weilheim positioniert sich klar gegen jede Form einer Umgehungsstraße für Weilheim - auch als Tunnel. Solche Projekte seien „viel zu teuer und nicht mehr zeitgemäß“.

Weilheim – „Wir wollen und brauchen die Mobilitätswende und keine neuen Straßen“: Mit diesen Worten positioniert sich die SPD Weilheim klar gegen eine „Umfahrung Weilheim“. Auch mit einem Tunnel sei eine solche „viel zu teuer und nicht mehr zeitgemäß“, schreibt Felix Henkel, seit März neuer Vorsitzender des Ortsverbands, in einer Pressemitteilung. „Solange das Auto Vorrang vor anderen Verkehrsmitteln bekommt, werden sich andere Alternativen nicht durchsetzen“, so Henkel: „Die Stadt sollte aber für die Menschen gemacht werden, nicht für die Autos.“ Deshalb brauche es „bessere Angebote auf der Schiene, Einbindung der Umlandgemeinden in den Weilheimer Nahverkehr und ein viel größeres Augenmerk auf den Fahrrad- und auch Fußgängerverkehr“ – das bringt der SPD zufolge „viel mehr, als immer weiter zig Millionen in den Autoverkehr zu investieren“.

Für das Geld „wäre die Busanbindung für die nächsten 100 Jahre bezahlt“

Der Stadtbus etwa koste 800.000 Euro jährlich, „das gleiche nochmal“ für die Anbindung umliegender Orte wie Peißenberg, Wessobrunn, Pähl oder Seeshaupt, so rechnet Henkel vor: „Sollte die Umfahrung nur 80 Millionen kosten, wäre dafür die Busanbindung für die nächsten 100 Jahre bezahlt – und für die Mobilität der Menschen in Weilheim und Umgebung wäre viel mehr gewonnen.“

SPD will lieber über ÖPNV und Radwege diskutieren

Es gehe um ein grundsätzliches Umdenken in der Verkehrspolitik, und das müsse vor Ort beginnen, schreibt Weilheims SPD. Deshalb werde man sich „auf keine Diskussionen bezüglich einer der vielen Varianten bei den möglichen Trassen für eine Ortsumfahrung einlassen“. Auch der dreistreifige Ausbau der B2 sei „ein großer Schritt in die falsche Richtung“. Hingegen führe man „gerne intensive Diskussionen zur Stärkung des ÖPNV und zum Ausbau des Radwegenetzes“.

„Abkehr vom Individualverkehr“ gefordert

Der Autoverkehr in Weilheim lässt sich nach Ansicht der Genossen am meisten reduzieren, „wenn der innerörtliche Verkehr und der Pendlerverkehr aus den Umlandgemeinden umgelenkt wird“ – aber nicht „mit einer teuren Umfahrung, sondern besser und günstiger mit einer Abkehr vom Individualverkehr“. Die Mobilitätswende müsse in ein „umfassendes Stadtkonzept der Zukunft“ eingebunden sein. Hierzu liefere Weilheims SPD „Gestaltungsideen“.

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