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Der Hauptsitz des Staatlichen Bauamts an der Münchener Straße: Dahinter soll bis 2023 ein großer Erweiterungsbau entstehen, per Steg an den Altbau angeschlossen. 

Vorplanung vorgestellt

Das Staatliche Bauamt hat Großes vor in Weilheim

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Große Neubaupläne hat das Staatliche Bauamt Weilheim: Das zentrale Dienstgebäude an der Münchener Straße bekommt einen vier- bis fünfstöckigen Erweiterungsbau für rund 130 Mitarbeiter. Im Frühjahr 2021 soll Baubeginn sein.

Weilheim – Seit das staatliche Hochbauamt und das Straßenbauamt 2007 zum Staatlichen Bauamt Weilheim fusionierten, ist die Behörde auf vier verschiedene Liegenschaften aufgeteilt: In Weilheim gibt es neben dem zentralen Amtssitz an der Münchener Straße 39 zwei weitere Gebäude (direkt gegenüber an der Münchener Straße 38 sowie an der Pollinger Straße), und auch in Landsberg wird ein Amtsgebäude unterhalten. Der schon länger geplante Erweiterungsbau am Hauptsitz soll Ende 2023 alle vier Standorte zusammenführen, somit „die Arbeitsabläufe erleichtern und Unterhaltskosten sparen“, wie es in einer Mitteilung des Bauamts heißt.

Neubau wird 65 Meter lang

Nun gibt es eine konkrete Vorplanung für den Neubau, der per Steg im ersten Stock mit dem bestehenden Hauptgebäude an der Münchener Straße verbunden werden soll: Vorgesehen ist ein viergeschossiges, rund 65 auf 18,5 Meter großes und knapp 15 Meter hohes Gebäude in Holzbauweise. An den Außenfassaden werden vor allem Büros und Besprechungsräume für rund 130 Mitarbeiter angeordnet (im Altbau sind es etwa 95), im Inneren Sanitär-, Sozial- und Funktionsräume. Die Außenanlagen und der gesamte Erweiterungsbau sind barrierefrei geplant. Das Untergeschoss – das in seiner Ausdehnung doppelt so tief ist wie das darüberliegende Gebäude und östlich fast bis an die Grundstücksgrenze reicht – soll größtenteils als Tiefgarage genutzt werden.

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Der für den Erweiterungsbau nötigen Änderung des Bebauungsplans „Geisenhofer-Gelände“ hat der Bauausschuss des Stadtrates in seiner jüngsten Sitzung einhellig zugestimmt. So wird die bislang auf 14 Meter begrenzte Wandhöhe auf 14,80 Meter angehoben und „ein fünftes Vollgeschoss als zurückgesetztes Technikgeschoss“, etwa für die Lüftung, ermöglicht.

Stattliche Bäume müssen fallen

Dass für den Neubau einige „stattliche Bäume“ zu fällen sind, „müssen wir schlucken“, sagte Rupert Pentenrieder (BfW), der Grünreferent des Stadtrates: „Wir können deswegen nicht so einen Bau vereiteln.“ Das Gremium tröstete sich mit den vorgesehenen Ersatzpflanzungen, laut Stadtbauamt ergibt die vorgelegte Planung unterm Strich sogar „ein Mehr an Begrünung“.

Lob für „ökologisches Konzept“

Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt lobte überhaupt das „ökologische Konzept“ des Erweiterungsbaus: Für die Heizung ist laut Staatlichem Bauamt „Grundwassernutzung mit Wärmepumpe“ vorgesehen. Die Flachdächer werden als Gründächer ausgebildet, in „Regengärten“ mit einheimischen Stauden kann Niederschlagswasser versickern, auf ein Drittel der Dachfläche kommen Solarzellen. Neben 60 Radl-Stellplätzen sind mehrere E-Ladesäulen geplant.

Allerdings gab es an den 34 oberirdischen Auto-Stellplätzen, die vorgesehen sind, Kritik im Ausschuss. Romana Asam (FW) forderte zudem „mehr Flexibilität“ seitens der Planer, um die großen Bäume zu erhalten – „das wird von privaten Bauherren ja auch verlangt.“ Und Grünen-Sprecher Alfred Honisch fügte an: „Da wird ja richtig geklotzt, also darf schon die Frage erlaubt sein, ob sich die Behörde genügend anstrengt.“

„Uns kann nichts Besseres passieren“

Doch die Mehrheit sah die Planung rundum positiv. Das Bauamt habe sich „sehr viele Gedanken gemacht, wie man das als modernes ökologisches Gebäude gestalten kann“, lobte Claus Reindl (BfW). „Alle Änderungen sind letztlich ein Gewinn“, untermauerte Stefan Zirngibl (CSU) sein „klares Ja“ zur Planung. Und Michael Lorbacher (SPD) befand: „Uns kann eigentlich nichts Besseres passieren als ein solches Amtsgebäude an dieser Stelle – das riegelt auch den Lärm von der Bahnlinie ab.“

mr


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